Ski Training

So lernt man Tiefschneefahren

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5 Übungen, um das Tiefschneefahren zu lernen.

Tiefschneefahren sieht bei Könnern einfach aus. Doch bis man sicher im Powder unterwegs ist, braucht es viel Übung. Am besten lernt man schon auf der Piste und im einfachen Gelände, bevor man in den Tiefschnee fährt. Skilehrer Marc hat die besten Vorübungen zusammengestellt.

„Viele Skifahrer machen den Fehler und fahren einfach so in den Tiefschnee, ohne zu wissen, wie man sich im Powder bewegen muss“, sagt Marc, Skilehrer aus Mariapfarr/Fanningberg im Lungau (Österreich). Entsprechend unbeholfen sieht es auch aus und wirklich Spaß macht es keinem, wenn man mehr im Schnee liegt, als auf ihm zu fahren. Damit es erst gar nicht so weit kommt, kann man sich mit 5 einfachen Übungen mit einem Techniktraining auf die Fahrt im Tiefschnee vorbereiten.

„Am besten suchst Du Dir einen relativ flachen und wenig befahrenen Hang mit etwas Auslauf oder sogar einem Gegenhang“, empfiehlt Marc. „Hier kannst Du in Ruhe üben und hast ausreichend Platz zum Anhalten.

 

Übungen zum Tiefschneefahren

1. Hoch und Tief

Durch das Hoch- und Tiefgehen bildet sich ein Polster unter den Skiern, das man für den Belastungswechsel nutzen kann und so im Tiefschnee leichter um die Kurve kommt“, sagt Marc. „Das kann man üben, indem man beim geradeaus Fahren mehrmals in die Hocke geht und sich wieder nach oben drückt. Wichtig ist nur, gerade über dem Ski zu bleiben und nicht in Rücklage zu geraten.“ Nach ein paar Fahrten wird man merken, wie sich durch die Bewegung ein kleiner Schneewall unter den Skiern bildet.

 

2. Pendeln

Die Körperposition ist im Tiefschnee sehr entscheidend“, sagt Marc. „Zu viel Vorlage erhöht das Sturzrisiko und zu viel Rücklage erschwert die Kontrolle. Daher ist es wichtig, seine Position auf dem Ski zu spüren. Daher machen wir mit unseren Schülern Pendelbewegungen mit dem gesamten Körper, um das Gefühl zu verbessern.“ Stellen Sie sich dazu aufrecht hin und pendeln beim Fahren mit dem Oberkörper vor und zurück. Versuchen Sie dabei zu spüren, wie sich das Fahrverhalten der Skier ändert.

 

3. Gehen/Pedalieren

Ein Problem beim Tiefschneefahren ist, wenn man mit einem Ski im Schnee einsinkt“, sagt der staatlich geprüfte Skilehrer. „Auch das kann man üben, wenn man in einem flachen Gelände unterwegs ist.“ Fahren Sie dazu langsam schräg zum Hang und heben Sie abwechselnd immer einen Ski aus dem Schnee. Dadurch lernen Sie, wie Sie darauf reagieren können, wenn ein Ski tiefer in den Schnee sinkt.

 

4. Stockschwingen

Dem Stockeinsatz kommt beim Tiefschneefahren eine besondere Rolle zu“, sagt Marc. „Der Stockeinsatz ist im Powder unverzichtbar, um den Schwung einzuleiten. Mit dem Stockeinsatz beginnt man sich aus dem Schnee hinaus zu drücken. So entlastet man die Ski und kann sich einfacher drehen. Auf der Piste reicht meistens eine Gewichtsverlagerung. Im Tiefschnee ist der Stock der Taktgeber.“ Um den Stockeinsatz zu üben, bringt man während der Hangschrägfahrt abwechselnd immer einen Stock nach vorne und sticht ihn in den Schnee. Wichtig ist dabei, den Stockeinsatz rein aus dem Handgelenk zu machen.

 

5. Hoch-Tief

Nicht zu vergessen, und das ist wahrscheinlich der wohl wichtigste Punkt beim Tiefschneefahren, ist die Hoch- und Tiefbewegung“, erklärt Marc. „Auf der Piste kann man das üben, indem man vor der Kurve hoch und am Ende der Kurve wieder tief geht.“

Das, kombiniert mit einem Stockeinsatz und viel, viel Übung, macht aus jedem den perfekten Freerider.

 

Christian Riedel

 

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Quellenangabe:

1. www.samsunn-sport.at/

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