Übung

Für schnelle Beine: Einbeinige Lateralsprünge

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Mit dieser Übung trainieren Sie die Geschwindigkeit Ihrer Beine

Hier möchten wir Ihnen eine Übung vorstellen, mit der Sie Ihre Beine vor allem bei seitlichen Beschleunigungen schneller und dynamischer machen. Dies ist vorwiegend in Sportarten mit vielen explosiven Richtungswechseln von Vorteil.

Wichtig ist, dass Sie das Sprung- oder Schnelligkeitstraining möglichst im ausgeruhtem Zustand am Anfang einer Trainingseinheit durchführen. Nur so gewährleisten Sie, dass Ihr Nervensystem optimale Anpassungen aus dieser Trainingsform erfährt. Das Volumen darf nicht zu groß sein und auch die Pausengestaltung muss großzügig erfolgen. Optimale Effekte ergeben sich erst aus einem intelligenten Gesamtkonzept, in dem Maximalkrafttraining und Techniktraining berücksichtigt werden. (Lesen Sie auch: So verbessern Sie Ihre Schnelligkeit – komplex!

 

Ausgangsposition

Stellen Sie sich einbeinig auf die rechte Seite einer gedachten Längslinie. Sie können zur Erleichterung einfach einen Streifen Tape auf den Boden kleben oder beispielsweise die Linie eines Tennisfelds nutzen. Das Standbein sollte leicht gebeugt sein, das andere Bein halten Sie etwas angewinkelt in der Luft parallel zum Standbein.

 

Ausführung

Springen Sie nun mit einem Bein seitlich über die Linie. Führen Sie dabei mehrere Sprünge so schnell wie möglich direkt nacheinander mit einem Bein aus. Halten Sie den Oberkörper möglichst stabil und aufrecht und winkeln Sie die Arme leicht an. Ihre Hüfte sollte ebenfalls stabil bleiben und nicht einknicken.

 

Variante

Um die Übung etwas zu vereinfachen, können Sie zunächst auch mit beiden Beinen über die Linie springen.

Abb.1: Ausgangsposition Abb. 2: Landeposition – halten Sie das Gleichgewicht! Abb. 3: Beim Abdruck maximal strecken und explosiv abdrücken!

Wichtig ist, dass Sie bei den Lateralsprüngen nicht allein Wechselsprünge mit hoher Geschwindigkeit durchführen. Vielmehr müssen Sie darauf achten, dass Sie bei jedem Abdruck Ihre Muskulatur möglichst schnell anspannen. Das maximale Anspannen sollten Sie dann möglichst dicht hintereinander ausführen. Beim Landen achten Sie darauf, den Schwung sauber abzufangen und auszubalancieren. Sie trainieren so Ihre großen Muskelschlingen sehr umfassend. Dazu zählen die große und auch die tiefliegende Gesäßmuskulatur, die Beinstrecker und auch die Beinbeuger. Der letztere muss während der Absprungphase in der Hüfte strecken. Zudem wird beim Landen Ihre Gleichgewichtsfähigkeit und die Propriozeption geschult. Ergänzt werden kann diese Übungsform durch ein Training mit Richtungswechselläufen und einem Koordinationstraining. In Ballsportarten wie Fußball sollte neben diesen Übungen zum Verbessern der Richtungswechsel auch ein Techniktraining absolviert werden, so dass Ihr Körperschwerpunkt bei Richtungswechseln optimal positioniert wird.

 

Sebastian Wagener

 

Quellenangabe:

1. Verstegen, Mark, 2006, Core Performance. München: riva Verlag.

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