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Trainingsvideo Schwimmen Technik: Faustschwimmen

Sobald Sie den Kraulstil sicher beherrschen, sollten Kontrastübungen wie das Faustkraulen in jede Ihrer Trainingseinheiten eingearbeitet werden. Beim Faustkraulen wird in der herkömmlichen Kraullage geschwommen.

 

Der Unterschied bei dieser Übung liegt alleine darin, dass die Hände während des Schwimmens zur Faust geballt werden und diese nun weit weniger zur Vortriebsleistung beitragen können. Der Wirkungsgrad des Armzuges ist jetzt so deutlich herabgesetzt, dass Fehler in der Technikausführung sehr auffällig zu Tage treten. Zudem kommt nun dem Unterarm als Widerstandsfläche eine größere Bedeutung zu. Dieser kann jedoch nur zum Gesamtvortrieb des Armzugs beitragen, wenn der Oberarm bis zum Übergang in die Druckphase möglichst lange parallel zur Wasserlinie „stehen bleibt“, während der Unterarm die Zugphase beginnt.

Einen zusätzlichen Übungseffekt erzielen Sie, wenn gleich nach einer mit geschlossener Faust geschwommenen Strecke zur gewohnten Handstellung zurückgewechselt wird. Nun ist das Gefühl für die optimale Stellung der Handflächen und die korrekte Führung von Hand und Unterarm deutlich erhöht. Nutzen Sie diesen Effekt, um so das Wasserfassen in der Zugphase und den kräftigen Abdruck nach hinten in der Druckphase zu optimieren. Zur Kombination der Kontrastelemente bietet sich an, kurze Intervalle über 50 m zu schwimmen, wovon jeweils die erste Hälfte mit geschlossener Hand und der zweite Bahnabschnitt mit flacher Hand zurückgelegt wird. Fortgeschrittene Schwimmer können das Faustschwimmen mit dem einarmigen Schwimmen kombinieren oder längere Strecken im Wechsel zu schwimmen.(1)

 

Daniel Kilb

 

Quellenangaben

1. Laughlin, T. & Delves., J. (2010). Total Immersion. S. 247-250.

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