Trainingsbegriffe von A-Z, Teil 10

Kalorienumsatz bis Kybernetik

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Wie viele Kalorien erzeugen Lebensmittel und wie groß ist der Kalorienumsatz.

In der Trainingswissenschaft, der Trainingsplanung und im praktischen Training werden immer wieder bestimmte Begriffe und Vokabeln verwendet. Daher stellen wir in 20 Teilen möglichst umfassen alle wichtigen Begriffe vorzustellen. Teil 10 geht von Kalorienumsatz bis Kybernetik.

Kaloriengrundumsatz / Grundumsatz: Der Grundumsatz ist der Kalorienverbrauch, den der Körper im Ruhezustand hat. Er gibt die Energie an, die man täglich verbrauchen würde, wenn man sich überhaupt nicht bewegen würde. Der Kalorien-Grundumsatz ist im Wesentlichen vom Alter, vom Geschlecht, von der Körpergröße und vom Gewicht abhängig. Der tägliche Kalorienverbrauch setzt sich aus Grundumsatz und Arbeitsumsatz zusammen. 

Kapillare bis Kardiovaskuläre autonome Modulation

Kapillare: Das kleinste Blutgefäß, das Nährstoffe und Sauerstoff in die Zellen transportiert und Abfallprodukte des Stoffwechsels abtransportiert.

Kapillarisierung: Der Aufbau neuer Kapillare im Muskelgewebe. Die Erhöhung der Sauerstofftransportkapazität in der Muskulatur wirkt sich positiv auf die aerobe Kapazität der Muskulatur aus und erhöht die Ausdauer. 

Kardiopulmonal: Betrifft das Herz-Kreislauf- und das Lungen-System.

Kardiovaskulär: Herz und Gefäße sowie das Herz-Kreislauf-System betreffend. 

Kardiovaskuläre autonome Modulation: Die Regulierung des Herzens, die automatisch erfolgt.

Katabole Proteinbilanz bis Kettlebell

Katabole Proteinbilanz: Eine negative Proteinbilanz, d. h. der Proteinabbau (Abbau von Proteinstrukturen im Körper) ist größer als die Proteinsyntese (Aufbau neuer Proteinstrukturen).

Katabole Stoffwechsellage: Hier ist der Muskelproteinabbau größer als die Muskelproteinsynthese. Die Folge ist eine Abnahme von Muskelprotein und Muskelmasse.

Katabole Wirkung: Abbauvorgänge von Stoffwechselprodukten, wie z. B. Muskelprotein, bewirken den Abbau von Muskeln und Kraft.

Kataboles Training: Ein experimentelles Modell, das eine Reduzierung der Muskelproteinsynthese bewirkt.

Kettlebell: Kugelhantel entweder aus Eisen oder aus Stahl. Diese gibt es entweder als Fitness- oder Wettkampf-Kettlebell. 

Kinetik der Laktatkurve bis Komplexe Bewegungen

Kinetik der Laktatkurve: Mit der Kinetik beschreibt man das Steigungsverhalten der Laktatkurve. Hieraus lassen sich Rückschlüsse auf die Stoffwechselkapazität der Trainingsbereiche ziehen. 

Kinetische Kette: Die Verbindung der an einer Bewegung beteiligten Muskelschlingen.

Knorpelige Wachstumsfugen: Die sogenannten Epiphysenfugen befinden sich im Endstück der Röhrenknochen und bestehen aus Knorpel. Sie sind der Ort des Längenwachstums der Knochen.

Kollagen: Als Bindegewebe der Hauptbestandteil der Sehnen und der extrazellularen Matrix des Muskels, sowie von Haut, Knochen und Bändern.

Komplexe Bewegungen: Als komplexe Bewegungen werden solche bezeichnet, bei denen mehrere Muskeln eine Bewegung unterstützen und stabilisieren. 

Kontraktionsgeschwindigkeit bis Koordination Anpassungen

Kontraktionsgeschwindigkeit: Bezieht sich während der Übung auf die Muskulatur und ist nicht zu verwechseln mit der Bewegungsgeschwindigkeit. Beim Maximalkrafttraining ist die Kontraktionsgeschwindigkeit explosiv. 

Konzentrisch: Eine Muskelkontraktion, bei der sich der Muskel verkürzt, z. B. wenn ein Gewicht angehoben wird.

Konzentrische Muskelaktionen: Eine aktive Muskelkontraktion, die ausreicht, um eine Krafteinwirkung von außen zu bewältigen. (Muskelkontraktion führt zu Muskelverkürzung)

Konzentrischer Sprung: Der Sprung aus einer gehaltenen Kniereflexionsstellung, z. B. 45°, wodurch verhindert wird, dass beim Sprung ein Dehnungsreflex auftritt.

Koordination: Bezeichnet das Zusammenspiel von Muskeln und Nerven, oder die Zusammenwirkung innerhalb eines Muskels.

Koordinative Anpassungen: Um das Zusammenspiel von Nerv und Muskel, aber auch das verschiedener Muskeln, zu verbessern.

Kortex bis Kraft-Geschwindigkeits-Relation

Kortex: Die so genannte Hirnrinde besteht aus mehr als 200 Feldern, von denen nur wenige Funktionen bekannt sind. Den größten Anteil bildet die motorische Rinde, die bewusste Bewegungen steuert. Eine Hälfte des Gehirns steuert die gegenüberliegende Körperhälfte. 

Kortikale Ebene: Beschreibt die Großhirnrinde.

Kortisol: Ein kataboles Hormon, das physiologisch gesehen genau die gegenteilige Wirkung von Insulin hat. Bei einem hohen Kortisol-Spiegel wird weniger Glykogen gebildet und der Körper begünstigt den Abbau von Glykogen, Fetten und Proteinen.

Kraft-Geschwindigkeits-Relation: Die Muskeln können ohne Belastung schneller kontrahieren als mit Belastung, und je größer die Belastung, desto langsamer ist die maximale Kontraktionsgeschwindigkeit. Jeder Muskel hat bei einer bestimmten Belastung eine maximale Kontraktionsgeschwindigkeit, d. h. jede Belastung kann eine maximale Belastung darstellen, wenn sie nicht mit der maximalen Muskelgeschwindigkeit bewältigt wird. Bewegungen, die bei moderater Belastung mit größtmöglicher Geschwindigkeit ausgeführt werden, können daher ermüdender sein als Bewegungen unter großer Belastung bei einer submaximalen Geschwindigkeit. 

Kraftausdauer bis Kybernetik

Kraftausdauer: Bezeichnet die Fähigkeit des neuromuskulären Systems, eine möglichst große Impulssumme in einer gegebenen Zeit – längstens 2 Minuten – gegen einen Widerstand zu produzieren, der mehr als 50 % der Maximalkraft entspricht.

Kraft-Gewicht-Verhältnis: Das Maß an Kraft, das pro Kilo Körpergewicht erzeugt werden kann - ein wichtiger Indikator für sportliche Leistung.

Kreatinphosphat: Kann vom Körper zur Energiebereitstellung herangezogen werden und in einem anaeroben Prozess ohne Laktatbildung Energie liefern. Wichtig bei sehr kurzen Belastungen.

Kreuzband, Vorderes (ACL): Eines von 4 Bändern, die das Kniegelenk zusammenhalten. 

Kurbellänge: Die Standardlängen der Kurbel beim Fahrrad sind 170; 172,5; 175 und 180 mm. Je nach Körpergröße ist die richtige Länge zu wählen. 

Kybernetik: beschreibt die mechanische Auffassung vom Steuern nach Gesetzmäßigkeiten.

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