Trainingsplanung

Trainingslager: In der Ruhe liegt die Kraft

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Planen Sie entsprechend zur Länge Ihre Trainingslagers auch die notwendigen Ruhephasen ein!

Ruhetage machen vielen Sportlern Unbehagen. Immer wieder erlebe ich im Trainingslager Radler, die Angst davor haben etwas zu verpassen. Dabei müssen Sie verstehen, dass eben in der Ruhe Ihr Körper die wichtigen Anpassungen erreicht.

Wichtig: Auch Regeneration einplanen!

Der Ruhetag mit Kaffeepause am Strand ist also ein sehr wichtiger Bestandteil eines Trainingslagers. Aus diesem Grund darf die Erholungszeit im Trainingslager nicht zu kurz kommen. Gerade die Phase der Regeneration ist der wichtigste Faktor im Trainingsprozess. Nur wenn Ihre Belastung durch den Trainingsreiz in Einklang mit Ihrer Erholung steht, ist Ihr Körper in der Lage auch vom Trainingslager zu profitieren. Das wiederum bedeutet, dass allein Ihre Beanspruchung über Ihren Trainingserfolg entscheidet. Die Regeneration ist also gleichsam der Schlüssel zu Ihrem Erfolg. Es gibt also sehr gute Gründe, nicht unbedingt nur mit 3 oder 4 Belastungstagen zu planen. Gerade bei intensiven Inhalten macht es Sinn, auch einmal mit „nur“ 2 Belastungstagen plant. Es gibt auf der an- deren Seite jedoch keine Möglichkeit eine Anzahl an Ruhetagen festzulegen, die für bestimmte Sportler oder Trainingszustände gelten können. 

Trainingsplanung: So vermeiden Sie Fehler 

Die Fehler, die Hobbysportler und Profisportler im Trainingslager gerne machen sind sich sehr ähnlich! In erster Linie muss die sehr hohe Belastung eines Trainingslagers berücksichtigt werden. Unmittelbar nach dem Training besteht immer die Gefahr sich einen Infekt einzuhandeln. Statt geschwitzt im Trikot an der Strandpromenade zu „posieren“ sollten Sie sich lieber erst duschen und direkt warm anziehen. Dann spricht auch nichts gegen einen regenerativen Spaziergang. Abends sollten Sie sich dann nicht unbedingt in das Nachtleben von Arenal stürzen sondern an ausreichend Schlaf denken. 

Qualität im Training 

Immer wieder erlebe ich, dass die „Qualität“ eines Trainings fälschlicherweise als „Intensität“ missverstanden wird. Sie sollten aber nicht glauben, dass Ihr Training automatisch besser ist, nur weil Sie härter fahren! Es kommt immer auf das Abstimmen ihrer Ziele und Ihrer Trainingsinhalte mit Ihren körperlichen Voraussetzungen an. Es kann kein Standardprogramm für ein Trainingslager geben. Wir alle – gleich ob Freizeit- oder Profisportler betreiben unseren Sport mit Herzblut und Schweiß, weil wir Spaß daran haben und die Belastung ebenso genießen wie das Ausloten körperlicher Grenzen. Darum ist nicht zu begründen, warum nicht auch ein Sportler mit geringer Trainingserfahrung und wenig Vorbereitung mal ein Trainingslager machen sollte! Was ein solcher Athlet dabei empfindet ist, dass er sich eine kurze Zeit mal auf sein liebstes Hobby konzentrieren darf! Er kann bei Sonnenschein und gutem Wetter Ausfahrten unternehmen und das machen, was den Winter über oft zu kurz kam: Das Training genießen. 

Sie und Ihr Training stehen im Vordergrund 

Wenn man diesem weitreichenden Trainingsverständnis folgt, kommt man schnell zu dem Schluss, dass die oftmals leidenschaftslos geführte Diskussion ob ein Trainingslager „sinnvoll“ ist oder nicht am Bedürfnis vieler Sportler vorbei geht. Wenn Sie Spaß am Triathlon haben, sollten Sie ein Trainingslager einplanen – unabhängig davon, ob das trainingsmethodisch das Richtige ist! Gleichwohl müssen wir ergänzen, dass die richtigen Inhalte und die richtige Wahl der Intensitäten, abgestimmt mit Ihren körperlichen Voraussetzungen, immer sinnvolles Training ermöglicht! Allein Sie entscheiden also, ob Ihr Trainingslager erfolgreich endet oder eben nicht. Sie und Ihr Training sollten dabei im Vordergrund stehen.

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