Trainingsbegriffe von A-Z, Teil 6

Fähigkeiten bis Funktionelles Training

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In der Trainingswissenschaft, der Trainingsplanung und im praktischen Training werden immer wieder bestimmte Begriffe und Vokabeln verwendet. Daher stellen wir in 20 Teilen möglichst umfassen alle wichtigen Begriffe vorzustellen. Teil 6 geht von Fähigkeiten bis Funktionelles Training.

Fähigkeiten: Fähigkeiten sind zum Großteil angeboren und stellen die allgemeine Grundeigenschaft dar, die die Voraussetzung für das Durchführen einer bestimmten Fertigkeit bilden.

Beim Fahrtspiel wird das Tempo individuell und spontan angepasst.

Fahrtspiel / Fartlek: Das Fahrtspiel ist eine Trainingsmethode aus dem Laufsport. Sie kann aber ebenso beim Rennradfahren oder Mountainbiken eingesetzt werden. Das Tempo bzw. die Belastung wird beim Fahrtspiel während eines Trainings mehrmals spontan gesteigert und wieder verringert. Besonders gut eignet sich die Methode, um die Belastung dem Gelände anzupassen – beispielsweise alle Steigungen intensiv zu „nehmen“ und sich im Flachen wieder erholen. Der größte Vorteil des Fahrtspiels ist die Anpassung an den individuellen Trainingsprozess. Die psychologischen Vorteile liegen im spielerischen Charakter des Trainings. Daher wird das Fahrtspiel von vielen Athleten, trotz intensiver Belastung, als weniger hart empfunden als z. B. Intervalltraining. Durch die Flexibilität ist es möglich, taktische Elemente einzubringen. Plötzliche Tempoverschärfungen lassen sich ebenso trainieren wie eine gesteigerte Dauerbelastung oder ein Zielsprint. Vor allem im Team- oder Gruppentraining sind diverse taktische Variationen möglich. Belastung: Individuell und „spontan“, je nach Gelände oder Leistungsbereitschaft. 

Fasia thoracolumbalis bis Fettstoffwechsel

Fascia thoracolumbalis: Ein Bindegewebe, das die Muskulatur vom Musculus gluteusmaximus bis zum Musculus latissimus dorsi bedeckt und eine Verbindung zwischen unteren und oberen Extremitäten darstellt.

Federfestigkeit: Änderung der Beinlänge (Kompression) bei einer bestimmten Aufprallbelastung. 

Femur: Oberschenkelknochen.

Fertigkeiten: Bewegungen, die nicht ererbt sondern durch Üben und Erfahrung erworben werden.

Ferritin: Depot-Eisen, Speicherform des Eisens.

Fettstoffwechsel: Meint 1. die Zerlegung von Nahrungsfetten im Verdauungstrakt und 2. die oxidative Verstoffwechselung im Körper zur Energiegewinnung sowie den Ab- und Umbau zu Synthesevorstufen von Steroidhormonen, Vitaminen sowie Gallensäuren.

Fibroplast bis Frequenzierung

Fibroblast: Zellart, die die extrazelluläre Matrix vieler tierischer Gewebe synthetisiert und erhält.

Flanke: Die Hereingeben eines vom Boden angehobenen Balls oder eines hohen Balls mit dem Fuß aus dem Bereich der beiden Seitenlinien. Der Ball wird hierbei mit dem Spann, also dem Bereich zwischen der Innenseite und dem Fußrücken, gespielt.

Fraktionelle Erhöhung: Sie gibt die Erhöhung der Herzfrequenz unter der Belastung in Relation zur Ruhe-Herzfrequenz an.

Freie Radikale: Sind reaktionsfreudige Moleküle, die mit Sauerstoff reagieren und Zellen schädigen können.

Frequenzierung: Erhöhen der Frequenz, mit der elektrische Signale an den Muskel gelangen.

Frontale Ebene bis Funktionelles Training

Frontalebene Ebene: Die Ebene, die parallel zur Längsachse des Körpers und senkrecht zur Sagittalebene verläuft. Dieser gedachte Schnitt durch den Körper würde einen vorderen und einen hinteren Teil ergeben.

FT-Muskelfasern: Muskelfasern, die primär für die Entwicklung von Schnelligkeit und Schnellkraft zuständig sind.

Funktionales Overreaching: Das funktionale Overreaching beabsichtigte Trainingsbelastung eines Athleten, die in einer kurzfristigen Leistungsabnahme resultiert, aber in der Ruhepause zu einer Leistungssteigerung führt.

Funktionelle Längendifferenz der Beine: Die Beinknochen sind anatomisch gleich lang, doch aufgrund ihrer Verankerung im Becken sind sie im Stand ungleich lang, was zu einer biomechanischen Kompensation führt. 

Funktionelles Training: Bezeichnet ein an der Zielbewegung ausgerichtet Training. Es wird insbesondere darauf geachtet, dass die Übungen individuell und sportartspezifisch gestaltet werden. Funktionalität kann daher für jeden Sportler und jede Sportart etwas anderes bedeuten.

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