Trainingsbegriffe von A-Z, Teil 4

Dauermethode bis Dynamometer

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Lauftraining in der Dauermethode

In der Trainingswissenschaft, der Trainingsplanung und im praktischen Training werden immer wieder bestimmte Begriffe und Vokabeln verwendet. Daher stellen wir in 20 Teilen möglichst umfassen alle wichtigen Begriffe vorzustellen. Teil 4 geht von Dauermethode bis Dynamometer.

Dauermethode: Die Dauermethode dient der Entwicklung der Grundlagenausdauer. Bei der Dauermethode bleibt die Belastungsintensität während der gesamten Trainingseinheit konstant. Sie sollte dabei nie über der anaeroben Schwelle liegen - die für einen trainingswirksamen Reiz erforderliche Belastungsdauer könnte ansonsten auf Grund zu früher Ermüdung nicht erreicht werden. Die Trainingswirkung ist also in erster Linie abhängig von der Dauer und erst in zweiter Linie von der Intensität. Leistungssportler nutzen die Dauermethode in der frühen Phase des Saisonaufbaus und später im Wechsel mit intensiveren Trainingsformen. Anfänger und Untrainierte sollten bei der Aufnahme sportlicher Betätigung anfangs ausschließlich in diesem Bereich trainieren. Die Dauermethode dient zur Ökonomisierung des aeroben Glykogen- und Fettstoffwechsels und zur Verbesserung des Kreislauf- und Atemsystems. Belastung: bis 45 Minuten (extensiv, z.B. zur Kompensation / Regeneration), bis mehrere Stunden bei niedriger bis mittlerer Belastung (extensiv / intensiv). 

Dehnmessstreifen bis DHA

Dehnmessstreifen: Ein elektrischer Signalgeber, der aus mechanischem Druck elektrische Impulse formt. So können die auf eine Tretkurbel wirkenden Kräfte gemessen werden. 

Dehnungsreflex: Ein Reflexmechanismus, mit dem Muskeln und Gelenke gesteuert und geschützt werden. Beim Sport wird der Dehnungsreflex aktiviert, um den Muskel vor einer Überdehnung zu schützen. 

Dehnungsverkürzungszyklus (DVZ): Eine Arbeitsweise der Muskulatur. Innerhalb einer Kontraktion erst nachgebend, dann überwindend. Man unterscheidet zwischen kurzen DVZ (< ca. 200 msek.) und langen DVZ (> ca. 200 msek.). Bsp.: sämtliche Lauf- und Sprungformen. 

DHA: Omega-3-Fettsäure (C22:6 ω-3) siehe EPA. DHA kommt zusätzlich im Nervengewebe und in der Augennetzhaut vor. 

Diätisch bis Distal

Diätetik: Ein Begriff aus dem Griechischen, der ursprünglich alle Maßnahmen zur Gesunderhaltung oder Heilung im Sinne einer geregelten Lebensweise beinhaltete. 

Diffusionskapazität: Die Fähigkeit der Lunge, Sauerstoff aus der Umgebungsluft ins Blut aufzunehmen. 

Dimensionsanalytisches Strukturmodell: Das Modell beschreibt die physiologischen Einflussgrößen auf das Kraftverhalten.

Distal: Dies bedeutet in der Anatomie: von einem Bezugspunkt (Ausgangspunkt oder Fixpunkt) entfernt gelegen.

Diurese bis Dynamometer

Diurese: Eine Harnausscheidung durch Wasserlassen.

DNS (Desoxyribonukleinsäure): Eine Substanz im Zellkern, die Träger der genetischen Informationen ist. Im englischen wird diese DNA für deoxyribonucleic acid abgekürzt.

Drop Jump: Der Sprung von einer Plattform, der beim Auftreffen auf dem Boden zu einem Dehnungsreflex führt und Sprungkraft und Schnelligkeit fördert. Sprunghöhe und Bodenkontaktzeit bilden den Leistungsindex zur Bewertung. 

Dynamometer: Ein Gerät zur Messung der Kraft, die durch einen oder mehrere Muskeln in einem bestimmten Bewegungsbereich erzeugt wird.

Vorherige: Carboloading bis CwA-Wert

Nächste: Ektomprph bis EZM

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