Funktionelles Training mit dem Medizinball

+
Der Medizinball: ideal für eine effiziente und ausgewogene Trainingsplanung

Der Medizinball ist wieder sehr populär. Als Trainings-Tool für das funktionelle Training ist er das perfekte Übungsgerät für Krafttraining, Flexibilität, Explosivität und Koordination.

Funktionelles Training mit dem Medizinball hat das Ziel, einen kräftigen, leistungsfähigen und gesunden Körper zu entwickeln, der optimal vor Verletzungen geschützt ist. Dazu werden Stoß- und Wurfübungen ebenso genutzt wie Übungen, bei denen der Ball als Zusatzgewicht und als instabiler Untergrund eingesetzt wird. Die Übungen mit dem Medizinball ermöglichen die Entwicklung von Explosivität und Schnellkraft. Gleichzeitig bauen sie Muskulatur auf und fördern das Muskelzusammenspiel (Koordination).

Bruststoß aus dem Ausfallschritt

Der Medizinball ist ein hervorragendes Trainingsgerät, um Körpergewichtsübungen abwechslungsreich zu gestalten und zu intensivieren. Mit dem Ball lassen sich alle wichtigen Bewegungen trainieren und somit alle Muskeln des Körpers wirkungsvoll kräftigen. Bei der Übungszusammenstellung wurde darauf geachtet, dass der Körper ausgeglichen gekräftigt wird. Großer Wert wird dabei auf das Training der sogenannten Core-Muskulatur, der tieferliegenden Muskulatur von Bauch und Rücken, gelegt. Wählen Sie möglichst oft Übungsvarianten auf instabilem Untergrund. Diese koordinativ anspruchsvollen Übungen müssen ständig ausbalanciert werden, was den Rumpf sowie die Stabilisatoren an den Gelenken kräftigt. Mit Medizinball-Übungen können Sie den gesamten Körper im Fitnessstudio, im Sportverein und ebenso beim Training daheim effektiv kräftigen.

Ziel des Trainings ist es, die körperliche Leistungsfähigkeit kontinuierlich zu steigern. Dazu müssen Sie Ihrem Körper beim Üben mit dem Medizinball ebenso wie bei jedem anderen Fitnesstraining sogenannte Trainingsreize setzen. Durch das Ausführen der Übungen während der Trainingseinheit ermüdet der Körper und baut seine Leistungsfähigkeit ab. Nach der körperlichen Belastung – in der Regenerationsphase – reagiert der Körper mit Anpassungsvorgängen. Wenn Sie in einer Trainingseinheit eine größere Leistung abrufen als in der vorherigen Trainingseinheit, also einen sogenannten überschwelligen Reiz setzen, dann bietet der Organismus nach der Regenerationsphase auch ein größeres Leistungsniveau an. Diese Verbesserung des Ausgangsniveaus wird „Superkompensation“ genannt.

Als Trainingseinsteiger müssen Sie die Übungen zuerst mit geringer Intensität ausführen, die Belastung also eher zu niedrig als zu hoch wählen. Der Körper muss langsam auf eine Übungsintensivierung vorbereitet werden, denn die Muskulatur gewöhnt sich schneller an neue Anforderungen als die Sehnen und die Bänder. Erhöhen Sie kontinuierlich, aber langsam die Anforderungen. Für alle Methoden gilt, dass der Schwierigkeitsgrad der Übung erst gesteigert wird, wenn es Ihnen gelingt, die obere Grenze der Zeitdauer oder der Wiederholungszahl in einem Satz zu überschreiten. Wenn Sie die Beanspruchung zu schnell vergrößern, riskieren Sie eine körperliche Überlastung und eventuell sogar Verletzungen.

Ballgewicht: Sie können die Übungen intensivieren oder vereinfachen, indem Sie das Gewicht des Medizinballs erhöhen beziehungsweise verringern. Wählen Sie ein solches Gewicht, mit dem Sie die Übung noch kontrolliert und in der beabsichtigten Zeitdauer beziehungsweise mit der geplanten Wiederholungszahl technisch korrekt ausführen können.

Der Medizinball: ein vielseitiges Trainingsgerät

Für das Training mit dem Medizinball wird eine Vielzahl von unterschiedlichen Bällen angeboten. Die Bälle unterscheiden sich in Oberflächenstruktur, Herstellungsmaterial, Gewicht, Größe und Prellverhalten. Wählen Sie Gewicht, Größe und Eigenschaften des Balls abhängig von Ihrer Körperkraft, Ihren Trainingszielen sowie den geplanten Übungsvarianten. Neben einem passenden Ball benötigen Sie für das Training nicht viel. Wenn Sie Würfe in der Wohnung auf den Boden machen, dann empfiehlt es sich, die Bälle auf eine dicke Matte zu schleudern. Die Wurf- und Stoßübungen gegen eine stabile Wand können Sie im Keller oder im Garten ausführen.

Der Trainer und Erfolgsautor Christoph Delp zeigt in seinem Buch: “Medizinball-Training“ wie man den Medizinball in das Fitnesstraining einbaut und gezielt einzelne Körperpartien oder auch den gesamten Körper trainiert, und hilft dem Leser bei einer effizienten und ausgewogenen Trainingsplanung.

Auch interessant

Kommentare