Fechten

Grundlagen der Fechttechnik (Teil 2)

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Teil 2 der Grundlagen der Fechttechnik zeigt und erklärt Ausfall, Flèche und Sprung

Im ersten Teil von "Grundlagen der Fechttechnik" wurden die Fechtstellung als Grundstellung des Fechtsports und der Schritt vor bzw. zurück beschrieben. Darauf aufbauend erläutert Caroline Trautmann in diesem Beitrag den Ausfall, den Flèche und den Sprung vor und zurück.

Ausfall

Der Ausfall ist eine der schnellsten Fechtbewegungen. Es ist „die am häufigsten verwendete Annäherungsbewegung des Fechters beim Angriff“(1), durch Vorsetzen des vorderen Beines und Streckung des Standbeins. Der Abstoß erfolgt mit dem Standbein (hinteres Bein). Entscheidend für die Weite des Ausfalls ist die Geschwindigkeit, die Abstoßkraft des Standbeins sowie das aktive Vorschwingen des Ausfallbeins. Dabei können drei Phasen unterschieden werden: Vorbereitungsphase, Hauptphase und Endphase.

 

Abb. 1: Zeitliche Abfolge der Fechtbewegung 'Ausfall'

 

Durch Kombinationen der Fechtbewegungen wird zusätzlich der 'Schritt vor-Ausfall' (Patinando) und der 'Sprung vor-Ausfall' (Ballestra) unterschieden.

 

Flèche

Mit Flèche (frz.: „Pfeil“) wird im Fechtsport ein Sturzangriff bezeichnet. Dieser Angriff ist eine besonders schnelle bzw. explosive Attacke. Sie dient als Überraschungsaktion, bei der sich der Angreifende mit gestreckt gehaltenem Arm blitzartig nach vorne wirft und mit einem seitlichen Vorbeilaufen am Gegner endet.(2) Ausgeübt wird der Flèche aus weiter oder mittlerer Mensur. Ausgangsposition für den Flèche ist die Fechtstellung oder sie folgt auf eine Fechtbewegung wie z. B. dem Schritt zurück, Schritt vor oder auch aus einem kurzen Ausfall. 

 

Abb. 2: Zeitliche Abfolge der Fechtbewegung Flèche mit Auslaufen

 

Sprung vor/Sprung zurück

Der Sprung zurück dient der schnellen Vergrößerung der Mensur als Reaktion auf eine unerwartete Aktion des Gegners“.(3) Die technische Ausführung beginnt mit einem Sprung in die Höhe; dabei stützt sich der Fechter auf das Standbein, zeitgleich wird das Ausfallbein nach hinten gebracht.

 

Wichtig bei allen Fechtaktionen ist die Schnelligkeit der Ausführung; allerdings ist sie wertlos wenn nicht die richtige Mensur (Fechtabstand) gehalten wird. (Hier finden Sie Teil 1 des Artikels)

 

Caroline Trautmann

 

Literatur

1. Barth, B., Beck, E., Fechttraining. Meyer& Meyer Verlag: Aachen, 2000.  

2. http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%A8che_%28Fechten%29

3. Nostini, R., Die Kunst des Florettfechtens. Weinmann Verlag: Berlin, 1994.

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