Studie

Techniktraining für Radfahrer

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Nicht erst seit Jan Ullrich und Lance Armstrong sich bei der Tour de France große Duelle lieferten diskutiert man die besten Trittfrequenzen am Berg und in der Ebene. Während Armstrong eher flüssig mit hohen Umdrehungen fuhr, bevorzugte Ullrich dicke Gänge und niedrige Umdrehungszahlen.

Schweizer Wissenschaftler versuchen, sich in einem Beitrag in einer schweizer Zeitschrift für Sportmedizin diesem Thema zu nähern. Anhand biomechanischer Überlegungen und unter Berücksichtigung physiologischer Einflussgrößen kommen sie zu dem Schluss, dass es die optimale Trittfrequenz nicht gibt. Ihre Ausdauer, Ihre anatomischen Voraussetzungen und letztendlich auch die Streckenbedingungen erfordern unterschiedliche Bewegungsmuster. Zukünftige Arbeiten sollten deshalb z. B. die Oberkörperposition oder auch den Einfluss der Sauerstoffaufnahme auf die optimale Trittfrequenz berücksichtigen.

Sie sollten versuchen, im Training die Trittfrequenzen zu variieren. So vermeiden Sie, dass Ihr Körper sich auf ein monotones Muster festlegt. Gerade zur Vorbereitung auf die kommende Saison profitieren Triathleten und Radsportler gleichermaßen von Trainingseinheiten mit Technikschwerpunkten.

Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie, 2008, Bd. 56 (2), S. 71–76.
 

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