Gesundheit

Darf man bei erhöhten Ozonwerten Sport treiben?

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Wie gefährlich kann Ozon für Sportler sein?

Wenn draußen die Sonne scheint, macht das Training gleich mehr Spaß. Doch auch das beste Wetter hat seine negativen Seiten. Denn mit zunehmender Hitze und mehr Sonne steigen auch die Ozonwerte. Und bei einer erhöhten Ozonbelastung ist Vorsicht geboten, wenn man draußen Sport treiben will.

Wenn das Wetter gut ist und die Sonne scheint, möchte man das natürlich ausnutzen und zieht die Laufschuhe an oder holt das Fahrrad aus der Garage. Vielleicht cremt man sich noch mit einem Sonnenschutzmittel ein, um sich vor der UV-Strahlung zu schützen und keinen Sonnenbrand zu bekommen. Doch an möglicherweise erhöhte Ozonwerte denkt kaum jemand. Das kann gefährlich werden. Gerade wenn mehrere Tage hintereinander die Sonne brennt und das Thermometer über 25 Grad klettert, sollte man das Training besser in den Abend oder in die Morgenstunden verlegen.

Mit zunehmendem Sonnenschein erhöht sich auch der Ozonwert in der Luft. Je intensiver die Sonne scheint, desto höher sind die Werte. Zudem belasten auch Abgase aus Autos oder der Industrie die Luft zusätzlich. Klettert die Ozonbelastung über 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, besteht ein akutes Risiko für die Gesundheit, wenn man sich körperlich belastet. Deshalb sollte man bei hohen Werten niemals direkt in der prallen Sonne trainieren.

 

Was ist Ozon

Ozon besteht aus Sauerstoff. Während der normale Sauerstoff in der Luft aus zwei Atomen (O2) zusammengesetzt ist, besteht Ozon aus drei Atomen (O3). Normalerweise entsteht Ozon in der Atmosphäre. Bei intensiver Sonnenbelastung und hoher Abgaskonzentration in der Luft kann Ozon aber auch in Erdnähe auftreten. In Erdnähe kann sich Ozon durch intensive Sonnenstrahlung beispielsweise aus Vorläuferschadstoffen bilden, unter anderem aus Kohlenstoffdioxid (CO2), das in Autoabgasen und anderen Industrieabgasen vorhanden ist. Daher ist die Ozonbelastung in Ballungsräumen mit vielen Kraftfahrzeugen meistens deutlich höher als auf dem Land. (Lesen Sie dazu auch: Sportler und Luftverschmutzung)

  

Warum ist Ozon gefährlich?

In der Atmosphäre schützt uns das Ozon vor schädlichen UV-Strahlen. Wenn man ihn einatmet, kann er aber gefährlich werden. Denn Ozon ist eine große Belastung für die Atemwege. Daher kann es gerade für Sportler beim Training zum Problem für die Gesundheit werden. Ozon reizt auch die Schleimhäute und die Augen. Eine hohe Konzentration in der Luft kann sogar zu Atembeschwerden führen, wenn man über einen längeren Zeitraum Sport treibt. Wie sehr man vom Ozon belastet wird, hängt von verschiedenen individuellen Faktoren ab. Je nach Veranlagung reagieren Menschen unterschiedlich stark auf das Ozon. In jedem Fall sollte man sich über die Konzentration in der Luft informieren, bevor man sich zum Sport fertig macht. Das gilt besonders für Menschen mit bestehenden Atemwegsproblemen oder wenn man weiß, dass man empfindlich auf Ozon reagiert.

 

Wann sollte man Sport treiben

Zunächst einmal sollte man sich über die akuellen Ozonwerte informieren. Dafür gibt es verschiedene Seite wie beispielsweise hier http://www.wetteronline.de/ozon.htm. Besteht keine Warnung, kann man auch problemlos trainieren gehen. Ansonsten sollte man nicht eben in der Mittagshitze trainieren, sondern sein Training in den Morgen verlegen, wo die Werte noch am geringsten sind. Im Tagesverlauf steigt die Ozonbelastung mit der Sonnenstrahlung an. Da es immer etwas dauert, bis Ozon entsteht, nimmt die Ozonkonzentration bis zum Nachmittag zu und ebbt erst gegen Abend ab. Die Konzentration ist gegen 16/17 Uhr am höchsten. Anschließend kann man dann in der Regel wieder unbesorgt an die frische Luft gehen. Bei Atemwegsproblemen sollte man in jedem Fall seinen Arzt befragen und bei kleinen Problemen das Training besser abbrechen. Dann muss man sich keine Sorgen machen und kann das schöne Wetter auch richtig genießen.

 

Christian Riedel

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