Monikas Trainingstagebuch - 15th FINA World Masters Championships in Montréal, Teil 2

Start über 200 m Freistil und "Deutscher Tag"

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Monika im Wasser.

An ihrem zweiten Wettkampftag bei der Masters Schwimm WM stehen für Monika die 200 m Freistile sowie die 50 m Schmetterling auf dem Programm. Am darauffolgenden Tag mit den 50 m Freistil der letzte Beckenstart. Danach folgen zwei Tage "Pause".

Dienstag, 5 August – 200 Freistil und 50 Papillon (Fly) im schönen Pool  Heute haben „die Kurzschläfer“ ab 5:30 Uhr wieder in der Küche gesessen. Da das Haus sehr hellhörig ist, hört man doch, was im Haus vorgeht. Die „Kleinen“ haben länger geschlafen, das war sehr angenehm. Nach einer Einkaufsrunde konnten wir noch ein bisschen „chillen“, was essen und ab ins Schwimmbad zum Einschwimmen. Das Einschwimmbecken war ganz schön voll! Vor den 200 Freistil war ich doch nervös und bin dann zu langsam angegangen, ich wollte auf Sicherheit schwimmen. Ich bin die zweiten Hundert schneller geworden, aber konnte keine gute Zeit mehr raus schwimmen. Tja, ich habe wohl die gewählte Renntaktik nicht optimal umgesetzt, schade. Die Zeit von 2:38,05 gab noch Platz 21 von 96 – das ist OK, aber ich kann schneller schwimmen. Nach einem kurzen Ausschwimmen habe ich kurz was gegessen und es fing dann sogar an zu regnen! Alle saßen im Zelt und es war sehr laut, das hat mich total genervt. Die Zeit zwischen beiden Starts war eher kurz, die 50 Schmetterling kamen doch ganz schön schnell! Der Start lief gut, ich bin 2er Zug durchgeschwommen – aber die letzten Züge bin ich ganz schön eingegangen, meine Arme waren bleischwer. So war am Ende die Zeit von 00:39.41 sehr bescheiden. Platz 52 von 71 ist OK und normal, bei Schmetterling bin ich immer eher im letzten Drittel. Das Ein- und Ausschwimmbecken war später nicht mehr so voll, so macht Ausschwimmen Spaß. Ich hatte gehofft, dass die Duschen schon leer sind – leider eine falsche Hoffnung. Es gibt im Bad viel zu wenig Duschen für alle „Damen“, das hat keinen Spaß gemacht. Dann nur noch ab nach Haus, eine Kleinigkeit gegessen (Cordula hat lecker gekocht) und dann ab ins Bett – morgen muss ich früh raus!

Letzter Beckenstart über 50 m Freistil

Mittwoch, 6. August – 50 Freistil im Pool Île Notre-Dame – mein letzter Beckenstart Was für eine kurze Nacht, um 4:10 Uhr hat mich jemand „Anonym“ auf dem Handy angerufen und ab da war ich mehr oder weniger wach. Ich musste sowieso früh raus, da ich gegen 9 Uhr schon die 50 Freistil schwimmen sollte. Also bin ich dann um 5:15 aufgestanden und nach einem kleinen Snack um 6:15 Uhr mit Dirk zum Schwimmbad gefahren. Um 7 Uhr war das Becken schön leer zum einschwimmen. Ich bin im Einschwimmbecken eingeschwommen, eine kluge Entscheidung! Dann bin ich gemütlich zum anderen Pool und habe auf meinen Lauf gewartet. Die Wartezeit war kurzweilig, mittlerweile kennt man doch die eine oder andere Schwimmerin. Dann rauf auf den Block und wie Andreas es gesagt hat: Gleich volle Kanne los….! Hab ich auch gemacht und es hat gut geklappt, ich bin zufrieden mit meiner Zeit und habe meinen Frieden mit der WM gemacht. Mit 00:31,51 in ich 18. von 110 Damen (in der Wertung) geworden, das ist OK. Anschließend sind wir gleich wieder ins andere Bad um Dirk und Frank schwimmen zu sehen. Die Atmosphäre dort war richtig gut und das Wetter hat aufgeklart und es war schönster Sonnenschein. Da Frank seinen nächsten Start gegen Nachmittag hatte sind wir alleine ein bisschen auf Tour durch Montréal. Wir sind mit dem Bus durch die Gegend gefahren und haben dann sehr lecker gegessen. Wir sind dann wieder ins Bad und haben „gechillt“ bis Frank seinen Start hatte. Das Ganze wurde durch einen Schwarm von Gewittermücken erheblich gestört, so etwas habe ich noch nie erlebt – überall diese kleinen Fliegen, im Mund, an und in den Augen, einfach schrecklich! Wir sind dann geflüchtet, waren noch einkaufen und haben im Haus gekocht und hatten einen lustigen Abend. Fazit: Ich bin nicht ganz glücklich und zufrieden mit meinen Zeiten, die ich geschwommen bin. Ich kann nicht genau sagen, woran es lag. Bei den 100 Freistil glaube ich war es eine Mischung aus Jetlag und zu wenig Schlaf, bei den 200 Freistil war die Renntaktik nicht optimal. Bei den 50 Schmetterling war die Regeneration zwischen den Starts nicht optimal, ich bin zwar alles im 2er Zug geschwommen, aber die letzten Züge waren ganz schön schwer. Die 50 Freistil liefen noch von allen Rennen am Besten. Die Bedingungen im Hauptpool sind besser, die Calling Area und die Wartebedingungen am Secondary Pool sind bescheiden. Viele finden auch das Wasser zu warm, das gilt für mich aber nicht. Viele sagen auch, dass das Wasser „langsam“ ist. Ich finde, man sollte nicht alles auf das Becken oder das Wasser schieben, aber insgesamt waren die Bedingungen hier bei der WM nicht immer optimal.

Deutscher Nachmittag bei der Masters Schwimm WM

Donnerstag, 7. August Ein gemütlicher Start in den Tag, alle außer Bianca, Lennie und mir sind zum Raften gefahren. Bianca und ich haben „Hausfrauen Vormittag“ gemacht und sind dann auf den Mont Royal gefahren. Leider hat es angefangen zu regnen, das war nicht so schön. Später bin ich noch zum „Deutschen Nachmittag“ mit Foto ins Bad gefahren und habe auf dem Rückweg Cordula und Jojo im Bus getroffen. Den Abend haben wir mit „Reste-Essen“ im Haus verbracht und ich war ganz schön müde und bin früh ins Bett.

Freitag, 8. August - Ein schöner und sonniger Tag! Heute war Wandertag zum Mont Royal und in die Stadt.(ca. 8 km). Alle Mann losgelaufen und dann gemütlich den Berg hochgelaufen. Ein schöner Spaziergang querbeet und auf den Wanderwegen, ein sehr lustiger „Aufstieg“. Oben auf dem Berg gab es eine Einrad Vorführung, da zeitgleich auch Einrad Wettbewerbe stattfinden. Wir sind über die Stufen wieder in die Stadt runter (über 400 Stufen) und zum shoppen ausgeschwärmt. Treffpunkt war wieder die „Crêperie Chez Suzette“- dort hat es wirklich sehr gut geschmeckt. Ein Salat und ein halbes Crêpe mit Dirk geteilt und dann ging es weiter zum Schwimmbad, bzw. an den Start der Freiwasser Wettbewerbe zum „Technical Meeting“. Dazwischen wurde ich von Isolde, der Referentin Schwimmen von den Masters „abgefangen“. Sie hat mich gebeten, mich noch als Kampfrichter für morgen zu melden, das es leider nicht genug Kampfrichter gibt. Nach der „Einkleidung“ bin ich für morgen Nachmittag eingeteilt. Um 19 Uhr war dann Treffen im Marriott Chateau Champlain mit zu „Masters Fachschaftsabend“, mit Isolde, Doris, Rüdiger, Ulrike, Jan und Jürgen in die „Taverne Gaspar“ –echt superleckeres Essen und einen gigantischen Nachtisch: „Pouding Chomeur“ – ein Wahnsinn. Ein richtig lustiger Abend, ich war dann sogar erst relativ spät wieder im Hause.

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