Monikas Trainingstagebuch - 15th FINA World Masters Championships in Montréal, Teil 1

Abflug zur Masters Schwimm WM und der erste Start

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Start zum ersten Rennen über 100 m Freistil bei der Masters Schwimm WM.

Fast ein Jahr hat sich Monika auf die FINA Masters Schwimm WM in Montreal vorbereitet. Am 1. August ging es dann endlich auf nach Kanada und anschließend noch auf eine Rundreise durch das tolle Land. Monika berichtet in Teil 1, was sie bei der WM erlebt hat und wie der erste Start lief.

Abreisetag – Freitag, 1. August Frankfurt – Montréal Ein gemütlicher Start in den Tag, ich war gar nicht aufgeregt – obwohl die Reise anders ist als andere Reisen, da ich noch nie in Kanada war und wir vieles auf der Reise noch nicht durchgeplant haben. Das wird spannend. Mein Mann Matin hat mich um 10 Uhr zum Flughafen gebracht, wo dann auch Dirk und Familie Ebeling (Bianca und Frank mit Jonathan und Lennard) später noch dazu kamen. Nach dem Einchecken hatten wir noch viel Zeit und später kamen Andreas (nach einer Odyssee von Rehau bis Frankfurt mit Totalsperrung und Problemen bei der Gepäckabgabe) und Cordula und ihr Neffe Fokko noch dazu, die beiden sind allerdings nach Toronto geflogen. Der Flug war total überbucht und es wurden 600 EUR geboten, falls man einen Tag später fliegen würde. Ich habe echt überlegt, ob ich das mache. Der Flug war ruhig und nett neben Dirk. Die Zeit ging schnell rum, auch weil im Flieger noch Doris und Isolde, waren und wir geschwätzt haben. Die Einreise und das Gepäck abholen war unproblematisch, alles prima. Wir haben uns dann für ein Großraumtaxi zum Haus entscheiden, mit den Kindern noch Bahn fahren wäre sicherlich stressig gewesen. Das Haus ist liegt in Mont Royal, einer trendigen und ruhigen Gegend. Es ist echt nett dort, wir haben die Zimmer verteilt und sind dann erst einmal ein bisschen einkaufen gegangen und haben auf Cordula, Fokko und Andreas gewartet. Die drei hatten wieder ein bisschen Pech mit einer Vollsperrung und Gewitter. Die drei waren dann doch erst um 2 Uhr Ortszeit morgens hier. Was für eine Reise! Wir haben noch kurz geschwätzt, dann bin ich wieder ins Bett – mittlerweile Ortszeit in Deutschland 8 Uhr morgens – das war merkwürdig. Aber ich war müde genug und konnte wieder einschlafen.

Eröffnungsfeier mit Wassershow

Samstag, 2. August – Akkreditierung und Eröffnungsfeier der Weltmeisterschaft Cordula und Andreas waren wieder früh auf und die Kinder waren auch früh wach. Wir sind dann erst einkaufen und später zur Akkreditierung. Dann haben wir beide Pools angeschaut, konnten aber nicht schwimmen, da noch die Synchronschwimmer und Wasserballer ihre Wettkämpfe hatten. Die Regattastrecke haben wir auch angeschaut und ich fand es spannend, dass auf der Formel Eins Rennstrecke viele Radfahrer und Inline-Skater unterwegs waren. Die Strecke bietet sehr gute Trainingsmöglichkeiten, beneidenswert! Das Wetter war echt gut und es war ziemlich warm und wir ich hatte echt platte Füße. Wir sind dann noch etwas essen gegangen und zurück ins Haus. Nach einer kurzen Pause auf dem Balkon vor dem Hause bin ich mit Dirk zur Eröffnungsfeier der WM gelaufen (ein langer Weg) und Cordula, Frank und Andreas sind einschwimmen. Die Feier war sehr gut, die Folklore Band war prima und die Laser-Licht-und Wassershow war einmalig schön. Dann sind wir nur noch heim und ins Bett – es war ein langer Tag!

Sonntag , 3. August Ab 4 Uhr waren die ersten Hausbewohner wach, um 5 Uhr bin ich auch kurz aufgestanden aber dann nochmal ins Bett. Nach dem Frühstück eine Runde durch die Stadt mit Dirk und Fokko, die Altstadt und ein bisschen den Hafen angeschaut, sehr nett die Stadt! Dann haben wir uns zu einer kleinen Pause in ein Cafe gesetzt und sind von dort ins Schwimmbad, ich war mich einschwimmen und dann haben wir uns die 800 Meter Freistil von Andreas und Cordula angeschaut. Beide waren mit ihrer Leistung zufrieden, so kann es weitergehen. Nach einem gemütlichen Abendessen bin ich früh ins Bett – morgen ist mein erster Start!

Erster Start bei der Master Schwimm WM: die 100 m Freistil

Montag, 4. August – 100 Freistil im Pool Île Notre-Dame Ausschlafen ist hier nicht möglich, Cordula war ab 5 Uhr wach, Andreas ab 5:30 und die kleinen Monster ab 6 Uhr. Es war ein grauer und leicht verregneter Morgen. Nach dem Frühstück habe ich noch rumgekramt, dann ab ins Schwimmbad. Zum Einschwimmen bei schönstem Sonnenschein im „Main Pool“ war es ganz schön voll, mehr als hinter den anderen Schwimmern her zu baden war nicht drin, hat mir aber gereicht Mein erster Start - die 100 Freistil - war im „Secondary Pool“, dort ist die Warte-Situation nicht optimal. Erst einmal gibt es nur 5 Dixi Klos und sonst nur 2 mobile Umkleide-Wagen – die aber sogar mit Klimaanlage. Man kann nur auf dem - vom Regen noch feuchten - Rasen warten oder rumstehen. Das ist nicht so optimal gelöst. Nun ja, ich hatte dann ein Schattenplätzchen und war ganz entspannt. Es gab insgesamt eine Verzögerung von fast einer Stunde, glücklicherweise hatte ich noch ein Müsli mit Banane gegessen, bevor wie zu Hause losgefahren sind, das Essen hat gereicht. Dann kam endlich mein Lauf 41 und ich durfte in die Calling Area. Es war ein tolles Gefühl auf der Startbrücke, Sonnenschein und blaues Wasser, immer wieder schön. Ich war zwar nervös, aber irgendwie wohl doch nicht richtig in Wettkampfmodus. Ich hatte mir vorher überlegt, auf dem rechten Bein zu stehen und mit dem linken Fuß (mein Zerrung-Bein) mich hinten am Block wegzudrücken. Das war keine gute Entscheidung, ich bin schlecht weggekommen und kam auch gar nicht richtig in Schwung. Ich war als schnellste im Lauf auf Bahn 4 gemeldet, bin aber gleich zurückgefallen. Ich dachte mir schon während des Rennens, dass das nicht schnell wird – und wenn ich Zeit habe während eines Rennens nachzudenken, dann bin ich nicht schnell genug. Am Ende war es auch nur eine 1:11,87 –Platz 24 von 96. Ich bin nicht enttäuscht, das Rennen lief einfach nicht gut. Mag an der Zeitverschiebung, den langen Stadtrundgängen, der Wärme oder der Kombination aus allem gelegen haben, ich weiß es nicht. So war es – und das ist halt so. Ich hatte dann leider den Start von Frank über die 100 Freistil verpasst – er ist Weltmeister geworden, das freut mich total! Nach der Siegerehrung sind wir wieder nach Hause und haben uns zum Essen gehen fertig gemacht. Wir waren zum 2. Mal im „Cornichons“ – das war echt lecker. Wir sind nicht so spät ins Bett, waren doch alle recht müde.

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