Monikas Trainingstagebuch

Flashback: Mein Roll- und Eislauftrainer Werner Franz – ein Zeitzeuge

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Monika bei der Siegerehrung nach einem Rollschuh-Wettbewerb.

Meine Roll- und Eissportzeit ist schon lange vorbei, aber ich wurde in der Vergangenheit immer mal wieder an diese Zeit erinnert. Immer wenn es im Fernsehen um die „Geschichte der Luftfahrt“ und besonders um Zeppeline ging, wurde ich an Herrn Franz erinnert.

Werner Franz kam in den Reportagen immer zu Wort und hat von der Katastrophe in Lakehurst erzählt. Er ist als einer der letzten Zeitzeugen und als einer der letzten Überlebenden der „Hindenburg“-Katastrophe vom 6. Mai 1937 im Alter von 92 Jahren in Frankfurt gestorben. Als Werner Franz 14 war, trat er im Zeppelin Hindenburg seinen Dienst an. Er kam beim Absturz mit dem Leben davon. 

Was hat Herr Franz mit mir zu tun? 

Ich war in meiner frühen Jugend im Roll- und Eissport einige Jahre aktiv. Ich stand bei einigen Wettbewerben auch auf dem Treppchen und hatte eine schöne Zeit- sowohl auf der Rollschuhbahn im Nizza in Frankfurt, als auch auf der Eisbahn am Stadion, die es schon lange nicht mehr gibt. 

Meine Mutter ist und war eine leidenschaftliche Anhängerin dieses Sports. In ihrer aktiven Zeit hat sie auch mit Marika Kilius trainiert und die Mädels hatten sie eine Menge Spaß auf der Rollschubahn. Die Rollsport Laufbahn meiner Mutter endet mit der Schwangerschaft und meiner Geburt. Sie hat später versucht mir als richtige „Rollschuh-Mutti“ die Leidenschaft für den Sport zu vermitteln, aber ich war auf lange Sicht nicht begeisterst genug, um lange durchzuhalten. Mir liegen die tänzerischen Element nicht so gut, ich wollte dann lieber schwimmen. 

Rechts und links im Roll- und Eissport wichtig

Ich hatte damals bei Herrn Franz Training, Pflicht und Kür. Ich habe ihn als liebevollen, aber auch strengen Trainer in Erinnerung. Er war sehr streng, besonders wenn es darum ging „rechts“ und „links“ zu unterscheiden, was im Roll- und Eissport auch immens wichtig ist. Ich konnte am Anfang die gebellte Anweisung: „…den rechten Arm strecken“ nicht umsetzen. Um nicht immer alles falsch zu machen, habe ich mir dann ein kleines, kaum sichtbares „R“ in die rechte Hand und ein „L“ in die linke Hand gemalt und alles war prima. Aber bis heute habe ich eine Rechts-Links Schwäche, wobei ich mir heute mit meinem EheRing an der rechten Hand helfe. Und manchmal muss ich schmunzeln, wenn ich daran denke, wie es dazu kam.

Mehr Info: Hindenburg Katastrophe: Letzter Überlebender Werner Franz gestorben

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