Mentaltraining

Emotionen im Golf zielgerichtet einsetzen

Negative Emotionen können dem Golfplatz ihre Leistung beeinflussen. Daher ist es wichtig, dass Sie sich die Auslöser der Emotionen bewusst machen und diese dann in positive Energie umsetzen können.

Emotionen beeinflussen Ihre Leistung

Welche Emotionen spüren Sie auf dem Platz? Und wodurch wurden diese ausgelöst? Wurden Ihre Emotionen durch Aspekte des Golfens ausgelöst? Spielten private und berufliche Aspekte in diese Emotionen hinein? Gehen Ihnen Emotionen wie Stolz, Wut, Zorn, Niedergeschlagenheit und Nervosität unter die Haut? Können Sie Ihre Emotionen auf dem Platz und im Training kontrollieren und regulieren? Wie gelingt es Ihnen, Ihre negativen Emotionen herunterzufahren? Wie können Sie schlechten Schlägen doch noch etwas Gutes abgewinnen?

Empirische Befunde verdeutlichen den Zusammenhang zwischen gedanklichen Prozessen, emotionalem und körperlichem Befinden sowie Verhalten auf der Handlungsebene. Gefühle und Verhalten beeinflussen sich gegenseitig. 
Emotionale Kontrolle ist beim Golfen eine Schlüsselqualifikation. Schließlich haben unsere Emotionen einen starken Einfluss darauf, wie wir mit anderen Menschen im Flight und Ereignissen auf dem Golfplatz umgehen und damit auf das Ergebnis. 
Gutes Selbstmanagement schont Ihre Nerven!

Schaffen Sie Distanz 

Übermannt Sie etwa wieder die Wut über verpatzte Bunker-Schläge und Schläge über das Wasser, gewinnen Sie möglichst rasch Abstand. Machen sie sich zum unbeteiligten Zuschauer, der unbehindert von starken Gefühlen beobachtet und analysiert die Problemsituation. Atmen Sie tief durch, und tun Sie so, als ob Sie einen Film im Fernsehen anschauen würden.

Weitere mentale Tipps sind: Entspannen Sie sich, spielen Sie im Kopfkino für angstbesetzte Situationen oder solche mit einem negativen Gefühl alternative Handlungsabläufe durch. 
Definieren Sie eine Affirmation (positives, bestärkendes Selbstgespräch) oder ein Schlüsselwort für Situationen mit einem negativen Gefühl. Etwa: „Ruhe“ oder „Ich bin gelassen“. 
Schreiben Sie Wut-Auslöser auf, notieren Sie Lösungsoptionen und befreien Sie durch das Niederschreiben Ihren Kopf von Gefühls-Belastungen. Erleben Sie geistig die Situation wie eine Geschichte, die Sie im Rückblick jemandem erzählen und arbeiten Sie eine Lösung des Problems mit ein. Mit diesem Trick relativieren Sie das vermeintliche Drama.

Wer sich nach einem Fehler oder schlechten Schlag erst einmal mental und emotional entspannt, taucht nicht so schnell in die typische negative Gefühlsspirale ab, die sich oft aus Frust und Ärger ergibt. 
Achten Sie auf richtige tiefe Bauchatmung (statt flacher Brustatmung). Beim Einatmen hebt sich der Bauch, beim Ausatmen senkt er sich. Die Ausatmung verlängern.
Es hilft, eine Entspannungstechnik, z.B. Progressive Muskelentspannung, zu lernen und auch auf dem Platz anzuwenden. 
Humor, Freude und Spaß, die Visualisierung von Erfolgserlebnissen, einem positiven Schlag oder schönem Ort (Ruhebild) oder die Erinnerung an eine positive Golfrunde sind weitere Möglichkeiten, sich in einen guten Zustand zu bringen.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes und freudvolles Spiel!

Lesen Sie auch:

Wie negative Gedanken Ihre Leistung verschlechtern

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Antje Heimsoeth: www.sportmentaltraining.eu

Rubriklistenbild: © SportNLPAcademy & Leadership Academy

Auch interessant

Kommentare