Lauftraining

Marathon – So schaffen Sie die Herausforderung!

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Marathon ist für jeden Läufer eine Herausforderung.

Für viele Freizeit und Hobbyläufer ist der Marathonlauf ein großes Ziel. Allerdings sollte man die Teilnahme an diesem Lauf über 42,195 km sehr gut vorbereiten, da diese für den Körper eine extreme Belastung darstellen. Lesen Sie in einer kurzen Serie, wie Sie am besten an Training herangehen.

Lauftraining hat viele positive Effekte. Wer regelmäßig läuft unterstützt aktiv seine Gesundheit und vermindert das Risiko an Herz-Kreislauf-Problemen oder Typ 2 Diabetes zu erkranken. In unserer modernen Gesellschaft fehlen die Herausforderungen und Bewegung ist im Alltag selten geworden. Laufen kann den Alltagsstress reduzieren und bietet so neben dem medizinisch-präventiven Charakter auch mentale Unterstützung. Die Teilnahme an einem Marathonlauf kann eine interessante Möglichkeit sein, um sich bewusst zu werden, was der eigene Körper leisten kann. Doch gerade hier liegt auch ein verstecktes Problem des Laufens. Einsteiger und Freizeitläufer unterschätzen oft die Vorbereitung, die ein solch langer Lauf erfordert. Überlastungen und Verletzungen können die Folge sein. Marathonlaufen ist nicht gefährlich, wenn Sie sich umfassend und langfristig auf Ihr Ziel vorbereiten.1 

Faszination pur! 

Das Laufen auch gesundheitsgefährdend sein kann, lehrt uns schon die Geschichte. Nachdem der Bote Pheidippides die Nachricht vom Sieg über die Perser vom Schlachtfeld bei Marathon in Athen überbrachte, brach er zusammen und starb aufgrund der schweren Erschöpfung. Auch heute noch faszinieren die großen Marathonläufe die Massen. Jährlich nehmen viele Neueinsteiger die Herausforderung der langen Läufe auf sich. Allerdings kann die Teilnahme auch zu einer echten Herausforderung werden. Das liegt vor allem daran, dass ein regelmäßiges Training im großen Umfang unumgänglich ist. 

Ausdauer wird spät belohnt! 

Einsteigern empfiehlt sich, bis zum 1. Start erst einmal geduldig zu trainieren und nicht zu früh an einem Marathon teilzunehmen. Mindestens 15–18 Monate müssen Sie regelmäßig trainieren, bevor Sie ihren 1. Marathonstart anpeilen sollten. Oftmals versuchen Anfänger schon nach kürzerer Zeit, die Marathondistanz zu schaffen1. Allerdings besteht dann die Gefahr gesundheitlicher Schäden, was daran liegt, dass der Bewegungsapparat durch das Laufen auf Asphalt sehr hohen Belastungen ausgesetzt ist. Verletzungen des Bewegungsapparats wie Ermüdungsbrüche, aber auch entzündliche Vorgänge könnten Ihnen dann für eine sehr lange Zeit den Spaß am Laufen vermiesen2. Für Sie als Sportler kann sich das lange Training jedoch lohnen. Studien zeigen, dass sich die Marathonendzeiten von Sportlern im Alter von 20–55 Jahren nicht voneinander unterscheiden3. Das bedeutet, dass junge wie alte Läufer gute bis sehr gute Zeiten – oder eben auch weniger gute Zeiten laufen. Ihr Alter entscheidet also nicht über die Endzeiten und somit auch nicht über die Leistungsfähigkeit! Das Laufen scheint Sie also jung halten zu können. Selbst bei kritischer Betrachtung der Studie lassen sich aus den Studienergebnissen positive Wirkungen vom Langstreckenlaufen auf das Alter herauslesen.3

Dennis Sandig

 

Lesen Sie weiter:

Marathon - den Körper trainieren, aber Überlastungen vermeiden

Marathon - den Trainingsplan richtig erstellen

 

Literatur:

1 Clinical Journal of Sports Medicine, 2002, Bd. 12 (1), S. 18-23 

2 Kleinman, D. (2006). Laufnebenwirkungen. Deutscher Ärzte-Verlag: Köln. 

3 Intern Journal Sports Med, 2009, Bd. 30 (5), S. 360 – 365.

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