Lauftraining

Kreatin kann vor Muskelschäden schützen

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Kreatin kann beim Ausdauertraining helfen.

Je härter man trainiert und je größer die Belastung beim Ausdauersport ist, desto eher treten Muskelschäden auf. Diese sind schmerzhaft und verringern die Leistungsfähigkeit. Brasilianische Forscher fanden heraus, dass die Einnahme von Kreatin die Gefahr für Muskelverletzungen verringern kann.

Egal ob man nun einen Marathon läuft, ein Radrennen fährt oder gar einen Triathlon über die Langdistanz (3,8km Schwimmen, 180km Rad fahren, 42,195km Laufen) absolviert, bei solch einer Ausdauerbelastung müssen unsere Muskeln eine Höchstleistung vollbringen. Je länger diese Belastung dauert, desto mehr Schaden erleiden unsere Muskeln. Es ist also ganz normal, dass durch die hohe Belastung kleine Verletzungen im Muskel entstehen, die so genannten Mikrotraumen. Diese sind nicht nur schmerzhaft, wir spüren sie am nächsten Tag als Muskelkater, sondern schwächen auch unsere Leistung.

Training stärkt die Widerstandskraft

Training stärkt unsere Widerstandskraft gegen solche Muskelverletzungen. Dadurch bleiben wir länger leistungsfähig. Den Trainingseffekt kann man mit der richtigen Ernährung aus verstärken. Zu dieser Ernährung zählt auch Kreatin, das die meisten wahrscheinlich vom Krafttraining her kennen. Kreatin hilft nicht nur beim Muskelaufbau, sondern hilft auch dabei, bei langen Ausdauerbelastungen Muskelschäden zu reduzieren. Das haben brasilianische Wissenschaftler herausgefunden.

Bei ihrer Untersuchung mit Langdistanz-Triathleten stellten die Forscher fest, dass die Athleten, die fünf Tage lang jeden Tag 20 Gramm Kreatin Monohydrat zu sich nahmen, beim Langdistanz-Wettkampf in Brasilien signifikant weniger biologische Marker ( Kreatinkinase, Laktat-Dehydrogenase, Aldolase, Glutamic Oxaloacetic Acid Transaminase, Glutamic Pyruvic Acid Transaminase und C-Reactive Protein) aufwiesen, die auf Muskel- und Leberschäden hinweisen, als vergleichbare Athleten in einer Kontrollgruppe, die nur Placeboprodukte bekamen.

Ratten als Vorbild

Mit dieser Untersuchung bestätigte sich das Ergebnis eines Versuchs, den die Forscher bereits bei Ratten gemacht hatten. Auch bei den Nagern schützte eine vermehrte Aufnahme von Kreatin vor einer großen Belastung vor Muskelschäden. Allerdings sollte man Kreatin in so einer hohen Menge nicht dauerhaft zu sich nehmen.

Kreatin kann durch Nahrungsmittelergänzungsprodukte zu sich genommen werden, wird im Körper auch selber gebildet. Kreatin ist unter anderem am Energiestoffwechsel und an der muskulären Bewegung beteiligt. Normalerweise sollte man mit der Ernährung (Fleisch) oder durch Supplementierung rund 2-5 Gramm Kreatin am Tag zu sich nehmen.

Christian Riedel 

 

Quelle

European Journal of Applied Physiology, 2009

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