Lauftraining

Kraft- und Ausdauertraining haben Einfluss auf die Laufökonomie bei Senioren

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Kraft- und Ausdauertraining sind wichtig fürs Laufen.

Krafttraining steht insbesondere bei Ausdauersportlern im Fokus der Sportwissenschaft. Seit einigen Jahren werden zum einen die direkte Leistungsbeeinflussung zum anderen indirekte Wirkungen diskutiert. Bei Läufern wird zusätzlich die Wirkung eines Krafttrainings auf die Laufökonomie untersucht.

In einer Ausgabe des „Journal of Strength and Conditioning Research“ wurde eine Studie zu diesem Thema vorgestellt. Sportwissenschaftler aus Italien untersuchten hier den Einfluss des ergänzenden Krafttrainings bei Läufern auf die Laufökonomie bei älteren Sportlern. Das Ziel der Studie war es, zwei unterschiedliche Krafttrainingsprotokolle hinsichtlich ihrer Laufökonomie zu untersuchen. Die Trainingsgruppen wurden dabei auf eine Maximalkrafttrainingsgruppe und eine Krafttrainingsgruppe aufgeteilt. Neben der Laufökonomie wurden nach der Trainingsphase auch die Sprungleistung und die Maximalkraft bestimmt. Das Krafttraining wurde über sechs Wochen durchgeführt. 

Die Laufökonomie wurde über die submaximale Sauerstoffaufnahme bestimmt. Davon ausgehend, dass eine verbesserte Laufökonomie in einem reduzierten Atemäquivalent messbar wird. Allein die Trainingsgruppe, die das Maximalkrafttraining absolvierte konnte eine verbesserte Laufökonomie im Marathontempo realisieren. Die Körperzusammensetzung änderte sich bei keiner der Gruppen. In der Zusammenfassung zeigt sich, dass Seniorensportler durch ein Krafttraining die Laufökonomie verbessern können. Diskutiert wird als Erklärung, dass sich insbesondere die „Rate of Force Development“ also die Fähigkeit der neuronalen Aktivierung steigert. 

Dennis Sandig 

 

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Quelle:

Journal of Strength and Conditioning Research, 2013, Bd. 28 (8), S. 2295-2303.

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