Studie

Kurze HIT-Einheiten verbessern Ausdauerleistungsfähigkeit signifikant

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Im Fokus der Diskussion um das Optimieren des Ausdauertrainings stehen seit geraumer Zeit Strategien des Hochintesiven Intervalltrainings (HIT). Dabei zeigen Studien immer wieder, dass die Anpassungen an eine HIT zu denselben metabolischen Effekten führen wie umfangorientiertes Ausdauertraining.

Studien, die diese Zusammenhänge untersuchen, verwenden dabei Intervalle im Bereich der maximalen Ausbelastung. Allerdings dürften solche Belastungsanforderungen kaum von Freizeitsportlern durchgeführt werden können.

Eine kanadische Studie untersuchte aus diesem Grund die Wirkung von Intervallen im Bereich der maximalen aeroben Leistungsfähigkeit. Dabei wurden 8- bis 12-mal 60-Sekunden-Intervalle mit einer Pause von 75 Sekunden über 2 Wochen durchgeführt.

Dabei verbesserte sich die Ausdauerleistungsfähigkeit in einem Ausdauertest signifikant. Zudem zeigen Untersuchungen des Muskelgewebes, dass die in den Mitochondrien befindlichen Enzyme der aeroben Glykolyse und des Fettstoffwechsels stark zunahmen. Auch die Muskelglykogenspeicher wuchsen an.

Trotz der sehr geringen Trainingszeit pro Trainingseinheit konnten bemerkenswerte Anpassungen der Ausdauerleistungsfähigkeit nachgewiesen werden. HIT kann auch bei submaximaler Belastungskonfigurationen die Ausdauerleistungsfähigkeit verbessern. 

 

 Journal of Physiology, 2010, Bd. 6, S. 1011–1022

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