Weniger Rückenschmerzen durch Core-Training

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    • 15.11.11
    • Krafttraining
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Coretraining

Weniger Rückenschmerzen durch Core-Training

Trotz eines hohen Fitnesslevels und intensiver Krafttrainingsprogramme leiden viele Athleten an Rückenschmerzen. Das Training zur Kräftigung des Core-Bereichs hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Trainingsform entwickelt, denn es fördert nicht nur die generelle Kondition, sondern soll auch helfen, die Verletzungsgefahr zu vermindern.

© Fotolia

Doch trotz dieser Beliebtheit gab es bislang kaum Indizien dafür, dass die Core-Stabilisierungdas Verletzungsrisiko wirklich senken kann. Eine neue Studie an australischen Cricketspielern zeigt nun, dass das Core-Training die hauptsächlich für die Stabilisierung verantwortliche Rumpfmuskulatur tatsächlich kräftigen, und somit das Auftreten von Rückenschmerzen reduzieren kann.

Diese Studie wurde an 21 Cricketspielern (mit und ohne Rückenschmerzen) durchgeführt. Mittels Ultraschalls wurde die Querschnittsfläche (QF) des lumbaren Multifidus an 4 Lendenwirbeln (L2, L3, L4, L5) ermittelt. Rückenschmerzen traten bei 8 % der australischen Cricketspieler und sogar bei 14 % der Fast-Bowler auf. In früheren Studien wurde festgestellt, dass der Multifidus die segmentale Stabilität der lumbopelvischen Region erhöht. Kleinere Querschnittsflächen (die auf eine geringe Kraft des Multifidus hinweisen) könnten daher ein Anzeichen für verstärkte lumbale Rückenschmerzen sein.

Zu Beginn und am Ende eines 13-wöchigen Cricket-Trainingscamps wurde die QF der links- und rechtsseitigen Multifidus-Muskulatur im Ruhezustand betrachtet. 7 Probanden, die akut oder zu einem früheren Zeitpunkt über Rückenschmerzen geklagt hatten, kamen in eine Rehabilitationsgruppe, wo sie Stabilisierungsübungen machten. Bei diesem Stabilisierungsprogramm wurde eine willkürliche Kontraktion des Multifidus, der schrägen Bauchmuskeln und der Beckenbodenmuskeln ausgeführt. Diese wurden in Echtzeit auf Ultraschallbildern dargestellt. Im Verlauf des Programms gingen die Teilnehmer von nicht-gewichtstragenden zu gewichtstragenden Positionen und schließlich zum Bewegungstraining über. Teilnehmer, die über Rückenschmerzen berichtet hatten, sollten zudem das Schmerzausmaß angeben. Bei den übrigen 14 (schmerzfreien) Probanden wurde die Querschnittsfläche des Multifidus ermittelt, sie machten aber kein Stabilisierungstraining. Es kam zu folgenden Untersuchungsergebnissen:

- Bei den 7 Cricketspielern mit Rückenschmerzen, die ein Stabilisierungstraining gemacht hatten, war im Vergleich zu den 14 Cricketspieler ohne Schmerzen und ohne Rehabilitationsmaßnahmen die QF der Multifidus-Muskeln im Bereich L5 erhöht.

- Das Ausmaß der Muskelasymmetrie hatte bei den Sportlern mit Rückenschmerzen deutlich abgenommen und war vergleichbar mit dem der schmerzfreien Cricketspieler.

- Bei den Cricketspielern mit Rückenschmerzen nahm die angegebene durchschnittliche Schmerzstärke um 50 % ab.

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass es bei sehr aktiven Leistungssportlern mit Rückenschmerzen zu einer Atrophie des M. multifidus kommen kann, dass jedoch ein spezifisches Training zu einer Verbesserung der QF des Multifidus und gleichzeitiger Verbesserung des Schmerzzustands führt.

Journal of Orthopaedic & Sports Physical Therapy. 2008, März Ausgabe, Bd. 38 (3), S. 101–108

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