Studie

Vibration im Krafttraining

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Muskelvibration verbessert möglicherweise die Trainingswirkung bei leichtem bis gemäßigtem Krafttraining. Das besagt eine neue Studie aus Großbritannien.

- Geringe Kontraktionsintensität (35 % 1RM)

- Hohe Kontraktionsintensität (70 % 1RM)

- Leichtes Training mit einem zusätzlichen niederfrequenten vibrationsartigen Reiz vom Gerät

- Hochintensives Training mit demselben vibrationsartigen Reiz

Bisherige Forschungen hatten gezeigt, dass Vibration große Teile der Muskulatur während einer Bewegung aktivieren kann. Forscher machten sich daran, die Theorie zu überprüfen, ob Krafttrainingseinheiten unter Vibrationsanwendung zu einer größeren Kraftsteigerung führen, als dieselben Einheiten ohne Vibrationseinfluss.

Ihr wichtigstes Ergebnis betraf die Leistung des Rectus-Femoris- und des Vastus-Lateralis-Muskels. Sie verbesserten sich durch die Vibration während der Kniestreckübung. Die Leistungssteigerung zeigte sich unmittelbar danach anhand der erhöhten dynamischen Muskelkraft. Die dynamische Muskelkraft erhöhte sich in ähnlichem Maße nach hochintensiven Übungen mit oder ohne Reiz. Aber nach leichten Übungen erhöhte sich die dynamische Kraft nur mit Hilfe des Reizes.

Die Forscher merkten an: „Es scheint als simuliere das Hinzufügen des vibrationsartigen Reizes während leichter Übungen die durch intensiveres Training bewirkte Reaktion.“

Dies wäre ein großer Segen für Leute, denen es unmöglich ist, an intensiven Trainingsprogrammen teilzunehmen, wie etwa ältere Menschen. Allerdings sind währenddessen weitere Studien nötig, um mehr darüber herauszufinden, wie genau Vibrationen diese Wirkungen auf Muskeln erzielen.

 

Medicine & Science in Sports & Exercise, 2006, Bd. 38 (7), S. 1317–1328
 

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