Krafttraining

Was ist ein Isokinator und wie funktioniert er?

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Auch für unterwegs: der Isokinator.

Gehaltene Übungen mit Muskelspannung sind sehr effektiv. Ein neues Trainingsgerät unterstützt das Prinzip des isokinetischen Trainings. Wir beschreiben, nach welchen Prinzipien man mit diesem Gerät trainiert.

Ich möchte Ihnen einen ersten (Erfahrungs-)Bericht mit einer kleinen, aber feinen Trainingsmaschine der Firma Koelbel-Trainingsforschung vorstellen. Inhaltlich wollen wir uns heute anschauen, was der „Isokinator“ eigentlich darstellt und wie damit trainiert wird. Ebenso werden wir analysieren, für welche Zielgruppen das Gerät eingesetzt werden kann. Preislich bewegt sich der Isokinator modellabhängig bei Neukauf zwischen 175 bis 295 € und damit grob im Bereich des TRX-Systems. 

Das Gerät 

Der Isokinator ist ein handliches Gerät, mit dem der ganze Körper unterwegs oder zuhause trainiert werden kann. Über stufenlos regulierbaren Widerstand kann das Gerät langfristig an die steigende Leistungsfähigkeit der Benutzer angepasst werden. Die Verarbeitung ist absolut hochwertig, der Hersteller gibt 20 Jahre Garantie. Hände und Füße werden in die angearbeiteten Schlaufen gehalten und ein Gegenzug durchgeführt (= es wird gleichzeitig in die jeweilige Gegenrichtung gezogen). Der Gegenzug kann zwischen den beiden Händen oder den Füßen, aber auch zwischen einer Hand und einem Fuß realisiert werden. Die entstehende Spannung wird während des Bewegungsablaufs beibehalten. Eine integrierte Anzeigemechanik erlaubt die permanente Kontrolle der korrekten, auf die Schlaufen ausgeübten Spannung. Erste Berührung Bekannt geworden ist mir der Isokinator bereits vor einigen Jahren, als ich ein reguläres Studiogerät für mein Homegym erworben habe. Der Verkäufer (Radfahrer) hat Teile seiner Studioausstattung weiterveräußert, weil er sein sportartspezifisches Krafttraining weitestgehend durch das Training mit einem Isokinator ersetzt hat. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, und überhaupt die generellen Prinzipien des Geräts waren mir damals nicht bekannt, weshalb es einige Jahre gedauert hat, bis mein Interesse dann wieder geweckt wurde. Das Muskelgefühl ist sehr interessant und anders als das, was man regulär beim Training empfindet, was wohl auf die Arbeitsweise der Mechanik zurückzuführen ist. Das schauen wir uns nun gemeinsam an. 

Das Prinzip 

Die geleistete Übungsarbeit unterscheidet sich deutlich von der dynamischen, die wir beim regulären Krafttraining mit Hantel (dazu zähle ich auch die Kettlebell), Gerät oder Baumstamm realisieren oder der isometrischen Arbeit, wenn wir beispielsweise zwischen einem Türrahmen stehend gegen dessen Seiten drücken (vorausgesetzt natürlich dass Sie es nicht schaffen, den Türrahmen zum Einsturz zu bringen). Äußerlich unterscheiden sich die ausgeführten Bewegungsabläufe je nach Übung nicht sonderlich von denen, die uns aus anderen Trainingsformen bekannt sind, was sich schlagartig ändert, wenn man das Prinzip der kontinuierlichen Spannung betrachtet, welches das Kernelement vom isokinetischen Training darstellt. Um das zu demonstrieren führen wir ein einfaches Beispiel aus. Sie falten die Hände vor dem Körper und verhaken die Finger ineinander. Nun ziehen Sie die Hände in unterschiedliche Richtungen, ohne dabei die Finger loszulassen. Parallel bewegen Sie jetzt die gefalteten Hände von einer Körperseite zur anderen und beachten dabei die Spannung, die Sie in den Armen bis in die Schultern und die Brustmuskulatur wahrnehmen. Durch die permanente Spannung übertragen wir die aufgewendete Kraft auf die Zielmuskulatur, entsprechend der von uns ausgewählten Übungen. Somit erreicht den Zielmuskel ein konstanter, nicht von der Schwerkraft oder vom Verlauf von Seilzügen abhängiger Widerstand. Da wir kein Gerät oder ähnliches nutzen, können unbegrenzt individuelle Übungen entwickelt werden, entsprechend Ihrer persönlichen Schwachstellen.

Lesen Sie weiter in Krafttraining mit dem Isokinator.

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