Krafttraining

Was bedeutet die Griffkraft für Ihre Gesundheit?

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Es klingt schon etwas seltsam, aber einige Untersuchungen zeigen auf, dass die Griffkraft mit der Gesundheit und der Lebenserwartung korreliert.

Denkt man einmal genauer darüber nach, ist das Ergebnis gar nicht so verwunderlich. Bei den Untersuchungen kam heraus, dass die Probanden mit größerer Griffkraft gesünder waren und auch länger lebten! Letztendlich ist die Griffkraft ein guter Indikator für die Fitness. Sie steht in engem Zusammenhang mit der Kraftfitness des ganzen Körpers. Und letztendlich haben kräftige Sportler und Menschen zumeist auch eine höhere Griffkraft. 

Muskeln beeinflussen auch die Gesundheit! 

Gerade der Einfluss der Muskulatur auf die Gesundheit und die Lebenserwartungen wurde von der Wissenschaft lange vernachlässigt. Erst in den letzten 15 bis 20 Jahren wurde begonnen, hier Zusammenhänge und Einflüsse zu erforschen. Muskeln werden nicht länger nur als Motor bzw. Mittel zur Fortbewegung gesehen, sondern es wird immer mehr auch ihr Einfluss auf das Immunsystem, die Psyche, den Stoffwechsel, das Hormonsystem, die Knochen, das Gehirn und nicht zuletzt natürlich das Herz-Kreislaufsystem gesehen. Und diese Mechanismen werden nach und nach weiter erforscht und verfeinert. Klar ist mittlerweile aber, dass ein Krafttraining dazu beitragen kann, gesünder zu bleiben. Zudem ist man meist besser gelaunt und lebt in der Regel länger! Auch bis ins hohe Alter kann das Krafttraining die Eigenständigkeit fördern, darüber hinaus sieht man besser und jünger aus! 

Große Kraftfortschritte auch im hohen Alter!

Für den Einstieg in ein solches Krafttraining ist es dabei nie zu spät. Aktuelle Untersuchungen zeigen auf, dass selbst 80- bis 90-Jährige noch große Kraftsteigerungen erzielen und damit eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebensqualität erreichen. Gerade in der orthopädischen Reha arbeitete ich viel mit Senioren. Über die Verbesserung von Kraft, Beweglichkeit oder einfach schnelleres Spazierengehen erhielt ich von den zumeist 60- bis 80-Jährigen ein sehr positives Feedback. Auch was das allgemeine Wohlbefinden sowie die Verbesserung von Alltagsbewegungen, wie Treppensteigen oder Dinge aufheben, anging, fiel dies den Menschen in der Regel sehr viel leichter. 

Zug- und Ruderübungen wirken gut

Aber zurück zur Griffkraft: Diese verbessert sich meist einfach schon durch grundsätzliches und allgemeines Krafttraining. Dabei wirken sich natürlich insbesondere Zug- und Ruderübungen positiv aus, aber auch der Kettlebell Swing oder das Tragen schwerer Gegenstände, wie zum Beispiel der sogenannte „Farmers Walk“ mit zwei Kurzhanteln oder Kettlebells. Oft ist es ja so, dass die Griffkraft bei manchen Übungen als erstes nachlässt. Klimmzüge sind hier ein gutes Beispiel, aber auch Kreuzheben oder Kettlebell Snatches. Daher ist es oft sehr sinnvoll, dass schwächste Glied in der Kette zuerst zu stärken. Aus diesem Grund arbeite ich regelmäßig auch an meiner Griffkraft. 

Zwei Griffkraftübungen als Beispiel

Zwei Übungen, die ich in mein Training einbinde, will ich kurz im Video vorstellen:

Weitere effektive Übungen stellt Dr. Till Sukopp in Das große Kettlebell-Trainingsbuch vor.

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