Functional Training vs. Krafttraining

Muckibude vs. Functional Training Box: Aufgepumpt oder wirklich fit?

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Muskelaufbau ist nicht immer funktional.

Wohlgeformte schlanke Beine, ein muskulöser Oberkörper - Für viele Freizeitsportler ist das die Motivation ihres Trainings. Die scheinbar einfachste Methode dafür ist das isolierte Training am Gerät. Der gewünschte optische Effekt tritt dabei bestimmt bald ein, aber erfüllt der Muskel auch seine Funktion?

Das Training vieler Männer und Frauen ist nach klassischen Bodybuildingmethoden gestaltet: Männer wollen sich Brust und Bizeps aufpumpen und die Frauen einen knackigen Po und schlanke, feste Beine bekommen. Natürlich ist es möglich, dies durch das Training an isolierten Geräten zu erreichen. 

Dagegen ist erst einmal gar nichts einzuwenden. In den meisten Fällen ist es allerdings so, dass die Funktionalität der Übungen nicht dem anatomischen Muskelaufbau entspricht, was zu Verletzungen führen kann.

Deshalb auch ein Buchtipp in eigener Sache:

Animal Athletics von Trainingsworld-Sportexperte Fabian Allmacher

Bodyweight-Training mit Animal Moves nach dem Vorbild der Natur

Animal Athletics

Tiere sind die geborenen Athleten. Die geballte Kraft eines Bären, die Laufgeschwindigkeit eines Geparden oder die enorme Beweglichkeit einer Wildkatze versetzen uns immer wieder in Erstaunen. Auf diesen natürlichen, intuitiven Bewegungsmustern beruhen Animal Athletics, eine Trainingsform, die ohne Equipment auskommt und nur den eigenen Körper, ein bisschen Platz um uns herum und hundertprozentigen Fokus auf uns selbst erfordert. Mehr braucht es nicht, um an die persönliche Grenze zu kommen und maximale Trainingsergebnisse zu erzielen. Dieses Buch enthält eine Fülle an Trainingsinspirationen direkt aus der besten und verlässlichsten Quelle der Welt: der Natur. Wildcat Push-up, Bear Walk, Monkey Move, Eagle Wings oder Lizard Crawl heißen die Animal Moves, mit deren Hilfe jedermann seine natürliche Bewegungsintelligenz zurückerobern kann. Der Tierarzt, Functional-Training-Experte und Athletikcoach Fabian Allmacher stellt die wichtigsten Übungen vor und gibt zahlreiche praktische Anregungen, wie sich diese zu kreativen Workouts verknüpfen lassen. Abrufbar über QR-Codes lassen sich die Übungen und Workouts zudem einfach und schnell als Videos auf das Handy holen – für den absoluten Trainingsspaß zu Hause oder im Freien.

Ob für das eigene Arbeiten, für den Group-Fitness-Bereich oder für das Personal Training – mit Animal Athletics werden bisherige Bestleistungen mit Leichtigkeit übertroffen und die Fitness lässt sich im Hinblick auf Kraft, Ausdauer, Koordination, Geschwindigkeit und Schnellkraft ohne viel Aufwand steigern.

Sie können das Buch direkt hier im Shop oder über Amazon bestellen.

Dicke Muskeln bedeutet nicht unbedingt mehr Fitness

Betrachtet man die Einstiegsvoraussetzungen zeigt sich, dass der durchschnittliche Mensch, der ein Training im Fitnessstudio beginnt, in sämtlichen körperlichen Bereichen mit schlechteren Voraussetzungen erscheint als noch vor 10 Jahren. 

Umfragen zu Folge wünschen sich die meisten Menschen zwar das Aussehen eines Athleten, aber trainieren völlig anders. Darüber hinaus wünschen sich die meisten neben den ästhetischen Trainingszielen auch eine Verbesserung der Gesundheit und der allgemeinen körperlichen Leistungsfähigkeit. Daher muss klar gesagt werden, dass das "Training für Showmuskeln", also das reine Muskelaufbautraining an Geräten oder freien Gewichten dafür weniger geeignet ist. 

Dicke Muskeln und/oder ein geringer Körperfettanteil sind zwar nett anzuschauen, aber nutzlos wenn der Körper nicht richtig als funktionelle Einheit agieren kann. Was bedeutet das? 

Gerade die grundlegenden Bewegungsmuster wie Laufen, Springen, Hüpfen, Krabbeln, Klettern, Drücken, Ziehen, Körperdrehungen, Kniebeugen, Ausfallschritte und Kreuzheben werden von immer weniger Menschen beherrscht. Im Endeffekt haben viele Menschen also schöne Muskeln, aber nicht den eigenen Körper unter Kontrolle.

Fehlerhafte Bewegungsabläufe korrigieren 

Wichtig ist es daher, dass Sie zunächst lernen, sich gut zu bewegen. Lassen Sie sich von einem erfahrenen Trainer beraten und korrigieren Sie fehlerhafte Bewegungsabläufe. Sie werden dadurch beweglicher und stabiler, wo es nötig ist und können sich wieder die oben genannten grundlegenden Bewegungsmuster aneignen. Beispielsweise können Sie die Möglichkeiten Ihres Körpers zunächst ausgiebig durch Bodyweight Training kennenlernen. 

Wenn Sie hier einige Erfahrung gesammelt haben und Sie die grundlegenden Bewegungen gut durchführen können, wäre es möglich, weitere Trainingsreize durch Sling Training, Kettlebell Training, Sandbags oder andere Trainingsmittel zu setzen. Notwendig ist dies nicht unbedingt, da Sie auch mit reinem Bodyweight Training Ihren Körper immer weiter trainieren können, aber es bietet die Möglichkeit, Spaß und Abwechslung ins Training zu bringen. 

Dr. Till Sukopp

 

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