Vom Gym zum Homegym (Teil 1)

Warum zuhause trainieren

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Krafttraining zu Hause im eigenen Homegym? Es gibt gute Gründe dafür!

Dieser Artikel soll Möglichkeiten zeigen, ein eigenes Trainingszimmer zielgerecht und den eigenen finanziellen Möglichkeiten entsprechend zu gestalten. Dabei muss man klar unterscheiden zwischen dem, was man tatsächlich braucht, und dem, was man glaubt, für ein hocheffektives Training zu benötigen.

Gründe gegen das Training zuhause

Viele Sportler berichten, dass Ihnen für das Training zuhause die Motivation fehlt, dass Sie alleine keine Höchstleistungen erbringen oder dass sie sich keine Trainingsausstattung leisten können. Zudem sprechen Sportler von Hemmschwellen beim Verwenden hoher Gewichte, da diese alleine nur schwer kontrolliert werden können und zudem vom fehlenden Platz in der Wohnung.

Wenn Ihnen für das Training alleine die Motivation fehlt, dann kann Ihnen dieser Artikel leider auch nicht helfen. Sollten Sie sich aber bei den anderen Kontra-Argumenten wiederfinden, dann lesen Sie hier weiter:

Viele Athleten stellen nach einigen Trainingsjahren oder bereits nach der Anmeldung im Studio fest, dass sie eigentlich lieber zuhause trainieren möchten. Die Gründe dafür sind vielfältig:

 

Gründe für das Training zuhause

Für viele Athleten ist es der absolute Traum: Trainieren im eigenen Homegym, unabhängig von Öffnungszeiten, Fahrtwegen, langfristig höheren Kosten und Studiokollegen, die nur reden, nicht aber trainieren wollen. Endlich so laut schreien wie man möchte und sich komisch beim Training anziehen, ohne dabei angeglotzt zu werden.

Auch für Frauen stellt das Training zuhause eine ideale Möglichkeit dar, vom Gerätetraining zum Freihanteltraining zu wechseln – leider eine häufig zu beobachtende Hemmschwelle bei weiblichen Studiobesuchern, die gegenüber ihren Kolleginnen nicht zu sehr auffallen möchten, aber de facto wissen, dass nur ein schweres Training mit freien Gewichten zum begehrten Trainingsziel führen kann. Hardcorestudios und Kraftdreikampfvereine mit einer entsprechenden Trainingsatmosphäre gibt es eben ziemlich selten, weibliche Besucher derselben noch seltener. Dadurch steigt erneut die Hemmschwelle, denn viele Frauen fühlen sich nicht wohl dabei, ausschließlich mit Männern zu trainieren, obwohl sich damit oft extrem effektive Trainingseinheiten für beide Geschlechter gestalten lassen. (Lesen Sie auch: Krafttests fürs Studio, zu Hause und den Sportunterricht)

Ist die Entscheidung für das Training zuhause gefallen, stellt sich die Frage, was man denn eigentlich alles an Equipment benötigt, um ein progressives, effektives Kraft- und Hypertrophietraining zuhause realisieren zu können. Die Antwort lautet: Nicht viel. Man benötigt weder teure Geräte noch sonstiges klassisches Fitness-Studioequipment, um zuhause das für einen selbst bestmögliche Training durchführen zu können. Ich habe bereits in meinen früheren Artikeln darauf hingewiesen, dass es aus meiner Sicht keine Übung und keine anatomische Besonderheit gibt, die man nicht auch mit etwas Fantasie durch Kurzhanteln ersetzten bzw. sogar gegenüber geführten Bewegungen an Maschinen überersetzen, d. h. überkompensieren, kann. Klar kann man auch ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht und ohne jegliches Zubehör in Form kommen, aber ein ständiger Trainingsfortschritt erfordert, langfristig betrachtet, nun einmal, dass man nicht nur die Wiederholungszahl steigert oder eine Übung schwieriger macht (bei Liegestützen die Arme weiter auseinander bringt), sondern dass man innerhalb der gleichen Übungsausführung dahin trainiert, dass man konstant stärker wird. Wie dies optimal funktioniert, betrachten wir im Folgeartikel.

 

Denis Tengler

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