Hochintensives Intervalltraining

HIT im Ausdauertraining - Vorteile und Gefahren

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HIT hat Effekte im Ausdauertraining.

Im Ausdauertraining vollzog sich in den letzten Jahren ein Paradigmenwechsel. Wurde lange Zeit das Grundlagenausdauertraining, bei dem hohe Umfänge bei niedriger Intensität im Vordergrund standen, bevorzugt, zeigen nun viele Studien die positiven Effekte des intensiven Intervalltrainings auf.

Doch Vorsicht - auch wenn es positive Effekte gibt, bedeutet dies nicht, dass das Hochintensive Intervalltraining das Grundlagenausdauertraining ersetzen kann. Gegenüber Trainingsworld äußerte der Sportmediziner und Fachmann für Ausdauersport Prof. Dr. Georg Neumann, dass diese Erkenntnis im Grunde nichts Neues sind. Allerdings warnt er eindringlich davor die Gesamtumfänge mit mehr als 20 % intensives Training zu füllen. Überlastungen, mangelnde Regeneration und schlechtere Anpassungen sieht er langfristig als Gefahr. Letztendlich müssen wir neben der grundsätzlichen Position zur Intensität damit wohl auch die Frage der optimalen Periodisierungsmethodik diskutieren und in der Praxis gemeinsam entwickeln. 

Studien zeigen immer wieder, dass die Anpassungen an eine HIT zu den selben metabolischen Effekten führen wie umfangorientiertes Ausdauertraining. Studien die diese Zusammenhänge untersuchen, verwenden dabei Intervalle im Bereich der maximalen Ausbelastung. Eine kanadische Studie zeigte zudem die Wirkung von Intervallen im Bereich der maximalen aeroben Leistungsfähigkeit. Dabei wurden acht bis zwölf 60 Sekunden Intervalle mit einer Pause von 75 Sekunden über 2 Wochen durchgeführt. Es zeigten sich deutliche Verbesserungen der Ausdauerleistungsfähigkeit sowie der in den Mitochondrien befindlichen Enzyme der aeroben Glykolyse und des Fettstoffwechsels. Auch die Muskelglykogenspeicher wuchsen an.  

 

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Quelle:

Journal of Physiology, 2010, Bd. 6, S. 1011- 1022.

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