Functional Fitness: Grundprinzipien des Slingtraining: Körperwinkel, Pendelkraft, fester Stand, Trainingssteuerung (inkl. Trainingsvideos)

Functional Training

Die Grundprinzipien des Slingtrainings

Im heutigen Artikel zum Thema Slingtraining wird es praktisch. Ich zeige Ihnen, wie Sie 3 einfach Prinzipien einsetzen können, um die Intensität für Jedermann perfekt zu dosieren.

Steuern Sie Ihr Training beim Slingtraining

© Peter Atkins - Fotolia.com

Trainingssteuerung mit den Grundprinzipien des Sling-Trainings

Es gibt 3 verschiedene Möglichkeiten wie Sie den Schwierigkeitsgrad einer funktionellen Übung am Slingtrainer anpassen können:

- Änderung des Körperwinkels

- Das Wissen um die Pendelkraft

- “Der feste Stand”

 

1. Änderung des Körperwinkels

Das 1. Prinzip um den Schwierigkeitsgrad beim Slingtraining anzupassen ist die Veränderung des Körperwinkels.

Stellen Sie sich dieses Szenario bitte einen Augenblick lang bildlich vor: Sie stehen aufrecht. Ihre Füße befinden sich direkt unter Ihrem Körperschwerpunkt. Sie brauchen keinerlei Hilfe oder Unterstützung, um stehen bleiben zu können. In diesem Fall tragen Ihre Beine 100 % Ihres Körpergewichtes.

Nehmen Sie nun die Griffe Ihres Slingtrainers fest in die Hand und lehnen sich etwas zurück. Der Körperschwerpunkt verändert sich. Je weiter Sie nun mit den Füßen nach vorne in Richtung des Verankerungspunkt des Slingtrainers wandern, desto anspruchsvoller wird die Übung (sehen Sie sich hierzu das obige Video an).

Gehen Sie mit Ihren Füßen jedoch einige Zentimeter weiter zurück wird die Übung wieder einfacher. Auf diese Weise können Sie die Intensität des Trainings sehr fein dosieren. Sie müssen sich das vorstellen, als ob sie in einem Fitness Studio von einer 10-kg-Hantel auf eine 9,7-kg-Hantel wechseln. Nur geht das Ganze viel komfortabler und schneller vonstatten.

Je aufrechter sie während des Trainings stehen, desto einfach ist die Übung!

 

2. Das Wissen um die Pendelkraft

Ein klein wenig komplizierter ist das Pendelprinzip. Das Prinzip der Pendelkraft ist am Beispiel einer Schaukel einfach zu erklären.

Stellen Sie sich vor, Sie möchten ein Kind, das auf einer Schaukel sitzt, anschubsen. Dazu greifen Sie das Kind (und die Schaukel), gehen einige Schritte zurück und lassen die Schaukel los. Aufgrund der Schwerkraft fängt die Schaukel an sich zu bewegen. Richtung Schwerpunkt.

Beim Slingtraining, speziell bei Übungen, bei denen Sie Ihre Füße in den Schlaufen haben, findet dieses Pendelprinzip auch Anwendung.

Hängt der Slingtrainer gerade nach unten so spricht man von der neutralen Position. Anhand des obigen Videos möchte ich Ihnen zwei Möglichkeiten aufzeigen die zu unterscheiden sind:

- Sind die Füße wie im Video gezeigt in der Ausgangsposition rechts von der neutralen Postion, wird der Slingtrainer versuchen Sie in die neutrale Position zurück zu ziehen. Die Übung ist dadurch intensiver.

- Starten Sie mit den Füßen in der Ausgangsposition links von der neutralen Position drückt der Slingtrainer Sie aufgrund des Pendelprinzips in die Trainingsrichtung. Die Übung wird einfacher.

 

3. “Der feste Stand”

Die 3. und letzte Modifikation um die Intensität zu steuern ist der “feste Stand”. Verständlich ist dieses Prinzip allemal und ebenso schnell erklärt. Es auszuführen erfordert jedoch etwas Übung und Training.

Ein kleines Experiment: Positionieren Sie Ihre Füße hüftbreit oder mit mehr Abstand auf den Boden. Lassen Sie sich von einem Trainingspartner stoßen. Was passiert?? Nun, wenn Ihr Trainingspartner nicht mit voller Kraft gegen Sie drückt wahrscheinlich nicht so viel, denn Sie haben einen festen und stabilen Stand.

Machen Sie das Experiment nun noch einmal. Nehmen Sie Ihre Füße jetzt aber so nah wie möglich zusammen. Jetzt braucht Ihr Partner einen Bruchteil des Krafteinsatzes um Sie ins Wanken zu bringen.

Worauf ich hinaus möchte ist das 3. und letzte Anpassungsprinzip. Die Standweite ihrer Füße. Je kleiner Ihre Standfläche auf dem Boden ist, desto wackliger wird es und die Übung gestaltet sich intensiver.

Dieses Prinzip trifft ebenfalls auf die Position Ihrer Hände zu, wenn Sie beispielsweise Liegestütze im Slingtrainer ausführen und dabei Ihre Füße in den Schlaufen haben.

Je breiter der Stand (egal ob mit den Füßen oder den Händen), desto einfach ist die Übung!

 

Waren Ihnen diese Prinzipien für das Slingtraining geläufig? Nutzen Sie sie bereits in Ihrem Training? Jetzt sind Sie an der Reihe mir ein kurzes Feedback zu geben.

 

Paul Kliks

 

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