Slingtraining

Judospezifische Kraftübungen am Slingtrainer

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Thomas Kessler zeigt 7 sinnvolle Kraftübungen des Functional Trainings am Slingrainer.

Im folgenden Artikel werden sinnvolle Übungen für Judokas mit dem Slingtrainer vorgestellt. Die Übungen sollten nur von gut trainierten Athleten ausgeführt werden und sind für Anfänger nicht geeignet.

Thomas Kessler (30), ehemaliger erfolgreicher Deutscher Judoka, ist Judotrainer bei Bayer Leverkusen, dort zuständig für die Leistungsgruppe mit dem Ziel OS Rio 2016. Weiter ist er Inhaber von Kessler-Fitness und hat eine AG an der SPOHO mit dem Namen „Affenbande“ ins Leben gerufen, die sich mit funktionellem Krafttraining In– und Outdoor beschäftigt. In dieser AG lernte er auch den Gründer und Vertreiber des aeroSling ELITE® kennen. Das Trainingsgerät faszinierte ihn von Beginn weg und mit seiner Abschlussarbeit wollte er den und aeroSling ELITE® das Trainieren mit dem Gerät anderen Judokas näherbringen.

www.kessler-fitness.de

Die Übungen hat Thomas Kessler für seine Diplomarbeit entwickelt. Das Ziel der Übungen war in erster Linie die Verbesserung der Rumpfstabilisation, wobei speziell Übungen der Functional Fitness ausgewählt wurden, welche verschiedenen Bewegungen des Judo nahekommen. Um die Übungen korrekt auszuführen ist eine kontinuierliche Körperspannung notwendig, daher sind sie nur für Fortgeschrittene geeignet.

 

Training und Durchführung

In seiner Diplomarbeit empfiehlt Thomas Kessler folgende Umfänge:

Belastungszeit: 40 sek

Pausenzeit: 20 sek

Serienpause: 2 min 20 sek

Serien: 4

Gesamttrainingszeit: 35 min

 

Übungen

1. Kuzushi (PDF)

 

2. Powerpull (PDF)

 

3. Neck Attack (PDF)

 

4. Touch and Turn (PDF)

 

5. Push up Crunch (PDF)

 

6. Turn Over (PDF)

 

7. Power Jump

Übungsbeschreibung

Der Athlet hält die Seile an den Griffe auf Brusthöhe fest. Die Seile können über oder auch unter den Oberarmen durchführen. Der Athlet lehnt sich schräg nach vorne und geht in die tiefe Hocke, wobei vor allem die Vorderfüße belastet werden. Nun springt der Athlet explosiv nach vorne oben, landet wiederum auf den Vorderfüßen, federt tief in der Hocke ab und springt erneut.

 

 

Judospezifik

Die Bewegung des „Power jump“ ist dem explosiven Herausstoßen bei einem tiefen Seoi-nage ähnlich. Bei einem technisch gut ausgeführten tiefen Seoi-nage steht der Tori schulterbreit. Um nicht in Rücklage zu geraten, werden vor allem die Vorderfüße bzw. die Fußballen belastet, so wie auch bei der korrekten Durchführung des „Power jump“.

 

Bemerkungen

Thomas Kessler hat diesen Zirkel für krafttrainingserfahrene Judoka gestaltet. Die Athleten müssen unbedingt über eine sehr gute Körperspannung verfügen, um den Zirkel vollständig und korrekt ausführen zu können. Hierzu ist es wichtig, die Athleten vor der Durchführung eines solchen Zirkels gut einzuweisen und vorzubereiten. Das heißt in der Praxis, dass die Judoka zuerst die Technik der verschiedenen Slingtrainingsübungen unter Aufsicht üben und sich an die Übungen und die Prinzipien eines Slingtrainings gewöhnen sollten (siehe Artikel 1 zu Slingtraining für Judokas).

 

Karin Ritler Susebeek

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