Functional Fitness

Fitness Training: Was ist Crossfit?

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Crossfit - was ist das eigentlich?

Die meisten Sportler konzentrieren sich nur auf wenige Aspekte der körperlichen Fitness. Wenn Sie zwar hunderte Kilos stemmen, aber nach drei Treppenstufen schnaufen, oder aber einen Marathon laufen und nicht eine Liegestütz schaffen, dann ist es vielleicht an der Zeit Crossfit auszuprobieren.

Was verstehen Sie eigentlich unter „Fitness“? Ist fit, wer nicht krank ist? Ist ein Fußballer fitter als ein Basketballer? Und ab wie vielen Stunden Sport pro Woche darf ich mit als fit bezeichnen? Die Weltgesundheitsorganisation definiert Fitness wie folgt:

"Fitness beschreibt einen Zustand, der die körperliche Leistungsfähigkeit bzw. die Entwicklung der konditionellen (motorische und physische Grundeigenschaften) und koordinativen Fähigkeiten umfasst: Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Koordination. Darüber hinaus geht es aber auch um psychische und soziale Komponenten, Gesundheit und Wohlbefinden."

Demnach ist fit, wer in allen fünf Bereichen ein gewisses Maß an Leistung erbringen kann. Üblicherweise legen die meisten Menschen ihre Schwerpunkte auf ein bis zwei Aspekte der Fitness und übersehen dabei – teils recht banale – positive Ergänzungsmöglichkeiten. So muss sich unser ambitionierter Läufer sicherlich nicht mit enormen Muskelbergen belasten, sollte aber zum Beispiel abwägen, ob etwas Krafttraining nicht seine lästigen Knie- und Rückenschmerzen mildern könnte. Crossfit setzt genau hier an und kombiniert in einem Trainingsprogramm alle Bereiche der Fitness (Die grundlegenden Inhalte und Prinzipien eines „Functional Training).

 

Das englische Wort „cross“ hat eine Vielzeit an Bedeutungen. Und genau so vielseitig wie das Wort ist auch Crossfit selbst. Es gibt keinerlei Grenzen. Zum Training wird genutzt, was gerade herumliegt – von der professionellen Maschine bis zum einfachen Stuhl. Es geht darum sowohl Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination zu kombinieren. Eine Mischung aus allem, Querbeet, kreuz und quer – „cross“ eben! Die Spezialität liegt darin sich nich zu spezialisieren. Die Idee ist sicherlich nicht unbedingt neu. Der Erfinder von Crossfit gab dem Kind nur einen Namen und stellten Trainingspläne und Übungen zusammen – und schufen so das wohl härteste Workout der Welt: Hoch-intensiv mit kurze Pausen und auf Zeit oder Wiederholungen. Soldaten, Spezialeinheiten und Spitzensportler auf der ganzen Welt trainieren nach den Grundsätzen von Crossfit.

 

Woher kommt Crossfit?

Wie die meisten Fitnesstrends kommt auch Crossfit aus den USA. US-Trainer Greg Glassman entwickelte die Grundprinzipien des Trainingssystems bereits in den 80er-Jahren. Das erste Studio folgte Mitte der 90er. Der Durchbruch gelang aber erst in den letzten Jahren. Crossfit-Studios nennen sich „Boxen“ und derzeit gibt es weltweit knapp 3000 davon – Tendenz rasant steigend. In Deutschland finden Sie die ersten Boxen vor allem in den Großstädten. Ein alljährliches Highlight sind die Crossfit-Games, bei denen Athleten sich im Wettkampf messen und den Fittesten der Fitten küren – gesponsert und unterstützt von Reebok.

 

Für wen eignet es sich?

Zu Beginn wurde Crossfit von Soldaten, Kampfsportlern und Mitgliedern von Spezialeinheiten der Polizei und Feuerwehr benutzt, um sich so gut wie möglich auf alle denkbaren Situationen vorzubereiten. Da ein Workout für die Teilnehmer im Vorfeld nicht bekannt ist, lernt man auch sich schnell in unbekanntem Terrain zurechtzufinden. Dann entdeckten auch Profisportler aus verschiedensten Disziplinen die Vorzüge des Programms. Letztendlich wurde Crossfit aber zum Training für jedermann. Da sich Workouts beliebig anpassen lassen, können Anfänger und Fortgeschrittene, Männer und Frauen, Jung und Alt mitmachen.

 

Wie sieht ein Crossfit-Workout aus?

Meistens melden sich Teilnehmer vorher an, um eine bessere Planung zu ermöglichen. Ein Kernpunkt des Trainings ist, dass niemand vorher das „Workout of the day“ kennt. Der Übungsleiter schreibt es am Anfang der Stunde auf eine Tafel. Nach einer Aufwärmphase und kurzer Wiederholung der wichtigsten Techniken beginnt das Workout. Trainiert wird in zweier Gruppen, so dass der Trainingspartner korrigieren und motivieren kann. Es können Runden und Wiederholungszahl vorgegeben oder auch möglichst viele Durchgänge in eine bestimmten Zeit als Ziel gesetzt werden. Auch hier sind der Kreativität und den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt – ganz nach der Grundidee von Crossfit. Das Training endet mit einem gemeinsamen Cooldown.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann stöbern Sie in unserer Functional Training-Kategorie, da finden Sie die Workouts in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden!

 

Quellenangaben

1. www.crossfit.com

2. http://www.nicodoescrossfit.com

Marcel Kremer 

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