Core Training

Rumpfkraft bedingt die Kraft in den Extremitäten

+

Die Bedeutung der Rumpfkraft wird in vielen verschiedenen Ansätzen diskutiert. Dabei sind immer wieder verschiedene Vergleiche beschrieben worden, um die Bedeutung des Rumpfes auf die Kraftentfaltung zu beschreiben.

Kugelstoßen ohne optimal ausgeprägte Rumpfkraft wird dabei beispielsweise verglichen mit dem „Abfeuern einer Kanone auf einem Kanu“. Diese bildliche Vorstellung verdeutlicht, worum es beim Thema „Rumpfkraft“ geht. Allerdings ist die genaue Bedeutung nur schwer einzuordnen und bedarf weiterer Untersuchungen. 

Studie untersucht Einfluss der Rumpfkraft auf Leistung 

Eine amerikanische Studie untersuchte den Einfluss der Rumpfkraft auf die sportliche Leistung bei Athleten. 25 College Football Spieler absolvierten Medizinballwürfe (vorwärts, rückwärts, rechts und links) in statischer und dynamischer Ausführungsposition. Die Ergebnisse der Medizinballwürfe wurden mit mehreren Messungen zur athletischen Leistungsfähigkeit verglichen: 1 RM bei Kniebeugen, Kniebeugenindex (1RM/Körpergewicht) Counter Movement Jump (CMJ), 40-yd-Sprint (40 yd) und Proagility (PrA). Die gemessene Kraft bei der Übung Push Press wurde genutzt, um den Krafttransfer durch den ganzen Körper zu erfassen. Mehrere Korrelationen wurden sowohl zwischen den statischen als auch dynamischen Medizinballwürfen und den gemessenen Parametern entdeckt. 

Rumpf das Zentrum fast aller kinetischen Ketten 

Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass die Rumpfkraftverhältnisse einen entscheidenden Einfluss auf die Kraftentwicklung in und den Krafttransfer zu den Extremitäten eines Sportlers haben. Momentan werden meist statische Stabilisationsübungen (Unterarmstütz, Seitstütz) als Mittel der Wahl angesehen, um den Rumpf entsprechend zu kräftigen. Dies stellt jedoch ein Problem dar, da statische Übungen nicht den sportspezifischen Beanspruchungen gerecht werden. Der Rumpf ist das Zentrum fast aller kinetischen Ketten im menschlichen Körper. Er sollte entsprechend trainiert werden, und dies möglichst variabel mit hohem Anteil dynamischer Kräftigungsübungen. 

Quelle:

The Journal of Strength and Conditioning Research, 2012, Bd. 26 (2), S. 373–380.

Lesen Sie auch:

Stützübungen für den Rumpf

Auch interessant

Kommentare