Functional Training

Finden Sie Ihre Schwachstellen mit einer Bewegungsanalyse

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Einer Bewegungsanalyse zeigt Schwachstellen im Körper auf.

Sie als Sportler kommen höchstwahrscheinlich ohne körperliche Einschränkungen durch den Alltag. Oder ziept und zwackt es doch mal an der einen oder anderen Stelle? Der „Functional Movement Screen“ ist ein standardisiertes Verfahren mit dem ineffiziente Bewegungsmuster entdeckt werden können.

Schwachstellen im Bereich „Mobilität“ und „Stabilität“ sollen so erkannt werden, um im Trainingsprogramm auf diese individuellen „Schwächen“ eingehen zu können.

Schwachstellen und Dysbalancen im Körper finden 

Koordination, Beweglichkeit, Kraft und Stabilität sollten im Optimalfall gleichermaßen ausgebildet sein. Schwachpunkte in diesen Bereichen können das Verletzungsrisiko erhöhen oder zu Überlastungsreaktionen führen. Nur so lassen sich Trainingsinhalte wirklich „funktionell“ gestallten. Letztendlich müssen wir als Coaches das Training inhaltlich auf die Problemstellungen eines Sportlers ausrichten. Das gelingt nur, wenn wir auch Informationen zu den Schwachstellen eines Sportlers erhalten und dann das Training eben genau darauf ausrichten. So beinhaltet das funktionelle Trainieren eine Individualisierung der Trainingsinhalte, die Sie in Ihrem Trainingsaufbau berück- sichtigen müssen.(1) 

Die Anforderungen des Alltags im Blick 

„Funktionell“ bedeutet im Alltag und im Training, dass alle an einer Bewegung beteiligten Muskeln und das gesamte Bindegewebe korrekt zusammen arbeiten. Dabei stehen die Belastung gemäß der Funktion Ihrer Muskulatur und die Berücksichtigung der Bewegungsachsen im Vordergrund. Funktionell wird ein Training erst durch das Berücksichtigen der anatomischen und physiologischen Grundbedingungen. Alltagsroutinen, sitzende Tätigkeiten und Vorverletzungen können dazu führen, dass Bewegungsabläufe von „außen“ betrachtet zwar „normal“ ablaufen, im „Inneren“ sind jedoch oft schon „Kompensationen“ und ineffiziente Muskelaktivitäten erkennbar. Gerade bei Schreibtischtätern neigt die Rückenmuskulatur oft zum „überkompensieren“ - das bedeutet, dass im Stehen die Rückenstrecker Aufgaben der „Hüftstrecker“ übernehmen. Rückenschmerzen können die Folge sein. 

Auf die genaue Bewegungsfunktion Ihrer Muskeln kommt es an 

In der klassischen Trainingslehre wird die Bewegung eines Muskels allein über den körpernahen Ursprung und den körperfernen Ansatz bestimmt. Wenn Sie beispielsweise Ihre Beinbeugemuskulatur betrachten, wird deren Funktion im Trainingsalltag häufig auf das Beugen des Beins reduziert. (1) Betrachtet man den Bewegungsablauf hingegen funktionsorientiert, erkennt man, dass am Vortrieb nicht allein der Kniestrecker beteiligt ist. Der Grund dafür ist, dass der zweigelenkige Beinbeuger eben nicht einfach auf ein Beugen im Kniegelenk zu reduzieren ist. Nimmt man im „anatomischen Präparat“ einen „Muskel“ und zieht daran, erkennt man eine Fülle an Bewegungen und keine isolierten. Faszien und fasziale Strukturen trennen Muskeln nicht, sondern verbinden diese. Alles interagiert mit allem. All das müssen wir bei der Korrektur entsprechender Aktivierungsmuster berücksichtigen. 

Lesen Sie auch:

Der Functional Movement Screen

Die 7 Standardübungen des FMS

Literatur: 

1. Journal of Occupational Medicine and Toxicology, 2007, Bd. 2 (3), S. 1–9 
 

2. Journal of Strength and Conditioning Research, 2010, Bd. 24 (2), S. 479–486 
 

3. Cook Gray, Movement assessment: The Functional Movement Screen, 1998, Athletic Testing Service 


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