Basketball

Basketball Fun-Games für Trainings-Spaß und bessere Technik (Teil I)

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Basketball Fun Games bringen Spaß ins Basketballtraining

Trainingsworld stellt in einem Zweiteiler 6 der beliebtesten Basketball Fun-Games vor, die sich für den Freiplatz eignen, aber auch in eine Basketball-Trainingseinheit eingebaut werden können. Im 1. Teil geht es um die Spiele „H-O-R-S-E“, „Around the world“ und „Twenty One“.

Frühlingsbeginn und die ersten Kids tummeln sich mit ihren Basketbällen auf den Freiplätzen. Es heißt Zocken was das Zeug hält. Besonderen Spielspaß bieten Basketball Fun-Games und erhöhen die Motivation bis zur Dämmerung durchzuhalten. 

 

H-O-R-S-E

Das Spiel H-O-R-S-E ist ein lustiges Wurfspiel, das Jeder, egal welchen Levels, spielen kann. Die Spielregeln sind einfach: Man braucht mindestens 2 Spieler und einen Ball. Das Spiel beginnt mit Auswerfen des Ballbesitzes oder alternativ Schnick-Schnack-Schnuck. Der erfolgreiche Spieler wählt eine Wurfposition aus und versucht, von dort einen Korb zu werfen. Dabei kann er auch einen unkonventionellen Wurf durchführen, beispielsweise mit geschlossenen Augen, Korbleger mit Brettberührung, ein Wurf von hinter dem Brett oder mit dem Rücken zum Korb stehend. Der Experimentierfreude sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Trifft der Spieler seinen Wurf, müssen die nächsten Spieler diesen Wurf genauso ausführen und treffen. Schaffen das die nachfolgenden Spieler nicht, bekommen sie beim ersten Fehlversuch den Buchstaben „H“ zugewiesen. Die Spieler, die den Wurf treffen, erhalten keinen Buchstaben. Dieser Prozess wird dann wiederholt. Versenkt der Spieler mit der Wurfoption den Ball nicht im Korb, so wechselt die Wurfoption zum nächsten Spieler und dieser hat nun die Möglichkeit seinen Konkurrenten Buchstaben anzuhängen.

Das Ziel des Spiels ist es, bei den Gegnern 5 Fehlwürfe (5 Buchstaben H-O-R-S-E) zu provozieren. Ein Spieler, der alle 5 Buchstaben erhalten hat, scheidet aus (bzw. verliert) und die restlichen Spieler spielen solange weiter, bis ein Sieger feststeht.

Das Spiel kann übrigens auch in einer Kurzversion gespielt werden und nennt sich in diesem Fall P-I-G.

 

Around the World

Around the World, auch bekannt unter Strichspiel, ist ein Wurfspiel, das mit 2 und mehr Spielern gespielt werden kann. Bei dem Spiel benötigen die Spieler Wurfgenauigkeit und Konzentrationsvermögen.

Das Spiel beginnt mit einer festgelegten Anzahl an Wurfpositionen, in der Regel um die Zone herum und auch innerhalb der Zone. Das Ziel des Spiels ist es als erstes von allen vorgegebenen Positionen zu treffen. Typischerweise nutzt man die zur Verfügung stehenden Markierungen an der Zone. Trifft ein Spieler von einer dieser Positionen, so wandert er zur nächsten Position und wirft erneut. Trifft er diesen Wurf wieder, so wandert er erneut zur nächsten Position und so weiter.

Sollten auf dem Freiplatz Markierungen fehlen, so kann man selbst bestimmte Positionen mit Kreide aufmalen. Der Wechsel zwischen Nah-, Mittel- und Ferndistanz ist grundsätzlich zu empfehlen, um die Wurffähigkeiten spielerisch zu verbessern.

Je nach Alter und Spielstärke kann man die Grundregeln variieren. Beispielsweise kann man vereinbaren, dass erst nach 3 Treffern in Folge zur nächsten Position gewechselt werden darf.

Eine weitere Option, die man einbauen kann ist ein „Joker“. Falls ein Wurf das Ziel verfehlt, kann einmalig ein Joker gezogen werden. Sollte der 2. Wurf getroffen werden, so darf der Werfer weiter rotieren. Bei einem Fehlwurf muss der Werfer allerdings zur 1. Position zurückkehren und von vorne beginnen.

Around the World eignet sich besonders gut, um die Treffsicherheit in spielerischer Form zu trainieren. Es kann daher auch gut im Techniktraining eingesetzt werden.

 

Twenty One

Twenty One ist eine simple Variation des 1-gegen-1-Spiels. Die Mindestanzahl an Spielern beträgt 2, es sollten erfahrungsgemäß nicht mehr als 4 Spieler teilnehmen. Jeder Spieler spielt dabei gegen jeden.

Der angreifende Spieler startet an der Dreipunkte-Linie und versucht einen Korb zu erzielen, um sein Punktekonto zu erhöhen. Die anderen Spieler versuchen dies natürlich zu verhindern. Der ballführende Spieler kann zu jeder Zeit aus jeder Position einen Wurf nehmen.

Verfehlt der Spieler den Wurf, kann er seinen eigenen Rebound holen und erneut versuchen einen Korb zu erzielen. Wird der Wurf verfehlt und einer der verteidigenden Spieler „rebounded“ den Ball, muss dieser mit dem Ball bis außerhalb der Dreipunkte-Linie dribbeln, um selbst einen Angriff starten zu können und Punkte für sein Konto zu sammeln.

Trifft der ballführende Spieler einen Korb, erhält er innerhalb der Dreipunkte-Linie 2 Punkte, hinter der Dreipunkte-Linie 3 Punkte. Im Anschluss geht der Spieler (zur Belohnung) an die Freiwurflinie und kann von dort aus Extrapunkte sammeln. Ein getroffener Freiwurf gibt 1 Punkt für das Punktekonto plus erneuten Freiwurf. Der Spieler darf solange Freiwürfe werfen, bis er nicht mehr trifft.

Bei einem Fehlwurf versuchen die verteidigenden Spieler den Rebound zu holen, um dann selbst die Option für den Angriff zu erhalten. Aber auch der Freiwerfer kann einen Offensivrebound holen und im Ballbesitz bleiben.

Optional zu den Freiwürfen kann man die Spielform so variieren, dass ein Spieler nach einem Korberfolg Ballbesitz hinter der Dreipunkte-Linie erhält, um einen neuen Angriff zu starten. Gewonnen hat der Spieler, der als erstes 21 Punkte erreicht.

Bei Twenty One wird nach den allgemeingültigen Basketballregeln gespielt. Geht der Ball ins Aus oder wird ein Spieler gefoult, wird das Spiel mit Ballbesitz für den Offensivspieler mit „Checken“ fortgeführt.

Alternativ kann das Spiel so variiert werden, dass ein verteidigender Spieler nach einem Fehlwurf des angreifenden Spielers einen Korb durch einen Tip-in erzielt. Trifft der verteidigende Spieler den Tip-in, so erhält er 3 Punkte und der angreifende Spieler fällt automatisch auf 0 Punkte wieder zurück, egal wie viele Punkte er bisher gesammelt hat. Diese Spielvariation ist vielen Basketballern unter dem Namen „Tip-in“ bekannt.

 

Im zweiten Teil nächste Woche stellt Trainingsworld 3 weitere Basketball Fun-Games, „Knock out“, „All-Star Shoot-out“ und „Dreipunkte-Team-Wettbewerb“, vor.

 

Checken - Der Offensivspieler passt dem verteidigenden Spieler den Ball zu und ruft „check“. Der verteidigende Spieler gibt den Ball durch sein Zuspiel mit Zuruf „check“ frei

Tip-in - Der Ball wird in der Luft ein- oder beidhändig gefangen und muss vor dem Aufkommen auf dem Boden auf den Korb geworfen werden

 

Ramy Azrak

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