Triathlontraining

Darf man täglich trainieren?

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Kann man ein tägliches Triathlontraining absolvieren, ohne sich Gefahren auszusetzen?

Wer trainiert, wird schneller, folglich wird derjenige noch schneller, der mehr trainiert. Oder etwa nicht? Wie viel Training verkraftet ein Triathlet? Kann man täglich trainieren oder ist das schon zuviel des Guten?

Fakt ist: Wer sich nicht bewegt, verbessert sich nicht, sondern baut ab. Unser Körper braucht die Bewegung, damit er reibungslos funktionieren kann. Früher haben die Menschen täglich auf dem Feld geackert oder waren auf der Jagd. Gegen tägliche Bewegung gibt es also grundsätzlich nichts auszusetzen. Es kommt aber auf das wöchentliche Trainingspensum an.

Wer erfolgreich sein möchte, braucht einen Mix aus Be- und Entlastung. Durch Training fordern wir unseren Körper heraus und bringen ihn dazu, sich anzupassen. Dafür ist aber ausreichend Zeit zur Regeneration nötig. Trainiert man hingegen zu oft und zu hart, kann sich der Körper nicht mehr ausreichend erholen und baut ab statt auf.

Um das richtige Maß zu finden, braucht es viel Erfahrung bei der Trainingsplanung, auch im Triathlon. Grundsätzlich sind dabei 5 Aspekte zu berücksichtigen:

 

Trainingshäufigkeit

Wie viele Trainingseinheiten absolvieren Sie pro Woche? 5, 10 oder sogar 15? Die Anzahl der wöchentlichen Trainingseinheiten beschreibt die Trainingshäufigkeit. Trainieren Sie beispielsweise morgens und abends, dann sind das 2 Trainingseinheiten. Kombinieren Sie Radfahren und Laufen zu einer Koppeleinheit, dann zählt das nur als eine. Je mehr Trainingseinheiten, desto weniger Zeit bleibt dazwischen, um sich davon zu erholen.

 

Trainingsdauer

Auch die Trainingsdauer beeinflusst die nötige Erholungszeit. Die Trainingsdauer können Sie anhand der Zeit oder der zurückgelegten Strecke messen. Je länger eine Trainingseinheit dauert, desto länger ist logischerweise auch die erforderliche Regenerationszeit. Das gilt insbesondere für lange Laufeinheiten im Ausdauertraining.

 

Trainingsintensität

Die Intensität eines Trainings bestimmt ebenfalls maßgeblich die Anpassung. Je höher das angeschlagene Tempo oder die aufgewendete Kraft, desto länger braucht Ihr Körper, um sich davon zu erholen.

 

Trainingsumfang

Unter Trainingsumfang versteht man die Summe aus Häufigkeit und Dauer, bezogen auf einen Trainingszeitraum. Die Summe aller gelaufen Kilometer in einer Woche ergibt beispielsweise den Wochenumfang. Den Umfang kann man in zurückgelegter Strecke oder Wochentrainingsstunden angeben.

 

Trainingspensum

All diese Aspekte spiegeln sich im entscheidenden Faktor wieder: Das Trainingspensum beinhaltet neben Dauer und Häufigkeit auch die Intensität der Trainingseinheiten. Das wöchentliche Trainingspensum lässt sich also dadurch steigern, dass man Dauer, Häufigkeit oder Intensität anhebt. Keinesfalls sollte man an allen 3 Faktoren gleichzeitig drehen.

 

Tipps für Ihr Triathlontraining

Grundsätzlich gilt: Steigern Sie zunächst den Umfang bevor Sie häufiger und intensiver trainieren.

Steigert man das Trainingspensum behutsam, baut man unweigerlich eine bessere Fitness auf. Und mit der Zeit kann der Körper dann auch ein tägliches Training verkraften. Allerdings sollte man dennoch nicht jeden Tag lang und hart trainieren.

Die meisten Trainingseinheiten sollten im moderaten Grundlagentempo stattfinden und pro Woche sollte es maximal 2-3 intensivere Schlüsseleinheiten geben. Außerdem sollten Sie auf einen Belastungswechsel zwischen Oberköper und Beinen achten.

An 7 Tagen in der Woche zu laufen ist auf Dauer zu viel, aber beispielsweise kann sich der Körper gut davon erholen, wenn er an 2-3 aufeinanderfolgenden Tagen laufen muss und dann zur Entlastung am Folgetag eine Schwimmeinheit eingeschoben wird.

Nach besonders harten Einheiten darf man sich aber auch ruhig mal einen echten Ruhetag gönnen. Wann es zu viel des Gute ist, bleibt allerdings eine individuelle Sache und kann nicht pauschal beantwortet werden. (Lesen Sie dazu auch: 10 typische Fehler beim Triathlontraining)

Jörg Birkel

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