7 Fragen an Triathletin Sonja Tajsich

"Die Psyche ist gerade im Langstreckentriathlon alles entscheidend"

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Den nächsten Ironman im Blick: Sonja Tajsich.

Die Ironman-Distanz im Triathlon ist eine der härtesten sportlichen Herausforderungen. Wir haben mit Profi-Triahtletin Sonja Tajsich gesprochen. Sie spricht über Ihr Training und sagt, warum die die mentale Stärke auf der Langdistanz so wichtig ist.

trainingsworld.com: Was sind Ihre Ziele für die aktuelle Saison? Was sind Ihre Saisonhöhepunkte?

Sonja Tajsich: Konkret habe ich meine kommende Saison noch nicht geplant, da ich letztes Jahr lange verletzt war (Entzündung ISG und Hüftpfanne, Piriformis Syndrom, Plantarsehnenentzündung mit Fersensporn beidseits) und erst seit Mitte Januar wieder ins Training eingestiegen bin. Es gibt zwei "Lieblings-Konstellationen", die für mich in Betracht kommen. Schlussendlich entscheide ich die Marschroute, sobald ich aus meinem nächsten Trainingslager zurück bin, welches Mitte März auf Lanzarote im Hotel Costa Calero stattfindet.

trainingsworld.com: Wie periodisieren Sie Ihr Training in dieser Wettkampfsaison? Wie genau planen Sie Ihre Vorbereitung?

Sonja Tajsich: Normalerweise ist alles genau strukturiert und bestens geplant. Bis zu meiner intensiven Pause wurde ich vom DTU Cheftrainer Ralf Ebli betreut, ich hatte mich immer voll auf ihn verlassen. Er versteht etwas von seinem Handwerk!

trainingsworld.com: Unsere Sportler interessiert natürlich besonders wie eine exemplarische Trainingswoche in der Vorbereitung aussieht. 

Sonja Tajsich: Anbei eine mögliche Trainingswoche im Trainingslager.

trainingsworld.com: Worauf legen Sie in den letzten Wochen der Wettkampfvorbereitung besonderen Wert? Rücken bestimmte Aspekte noch einmal in den Mittelpunkt?

Sonja Tajsich: Vor Wettkämpfen steht das spezifische Training im Vordergrund: Tempo, Spitzen, Koppelläufe, Intervalle, Progressive Einheiten. 

trainingsworld.com: Führen Sie bestimmte regenerative Einheiten oder Ausgleichssport durch, um ggf Verletzungsrisiken zu minimieren?

Sonja Tajsich: Ich gehe ab und an in Yoga, mache Ski Langlauf (Skaten) wenn Schnee liegt und viel funktional Training und Stretching.

trainingsworld.com: Worauf achten Sie  generell bei der Ernährung während des Trainings und des Wettkampfes? Haben Sie mit Blick auf den Wettkampf noch einen gesonderten Ernährungsplan?

Sonja Tajsich: Ja, ich habe eine ganz gezielte Wettkampfstrategie. Die Kohlenhydrataufnahme und Salzsubstitution sind haarscharf errechnet. In den Tagen vor dem Wettkampf versuche ich Obst, Salat und Ballaststoffe zu meiden, sowie fettreiches Essen.

trainingsworld.com: Wie entscheidend ist im Wettkampf und in der Wettkampfvorbereitung  die Psyche bzw. das Wohlfühlen? Welche Techniken haben Sie, um sich bei einem „Motivationsloch“ zu motivieren?

Sonja Tajsich: Die Psyche ist gerade im Langstreckentriathlon alles entscheidend. Um mich zu motivieren, denke ich meist an die Ziellinie. Und ich sag mir immer wieder vor, dass das Rennen auch erst an der Ziellinie entschieden ist. Wer weiß, wie es den anderen geht…?! 

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