Studie

Ausdauer und Schnellkraft getrennt trainieren

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Eine Studie über Ausdauertraining und Schnellkraft.

Das Schnellkrafttraining kann aus verschiedenen Komponenten bestehen. In der Regel gehören z. B. Tiefsprünge zum Repertoire der Trainer. Im Rahmen des Sprungtrainings kann es vorkommen, dass es zum spezifischen Training gehört, dieses vorermüdet durchzuführen. Allerdings könnten solche Trainingseinheiten das Verletzungsrisiko erhöhen.

In einer Untersuchung der Universität Dublin wurde dieser Aspekt in einer Studie näher untersucht. Die Forscher ließen 15 Sportlerinnen Tiefsprünge aus einer Höhe von 15, 30 und 45 cm machen – je einmal ermüdet und einmal ohne Vorermüdung. Die Ermüdung wurde durch ein Ausdauertraining auf einem Laufband provoziert. Erhoben wurden u. a. der Kniewinkel bei der Landung und der maximale Beugewinkel sowie die Beschleunigung beim Aufprall am Schienbein.

Aufgrund der Vorermüdung wurden bei 15 und 30 cm Fallhöhe eine signifikant erhöhte Aufprall- und Kniewinkelbeschleunigung gemessen. Die Werte bei 45 cm unterschieden sich nicht voneinander, da die Sprunghöhe für alle Teilnehmerinnen zu hoch war. So sind auch die Sprünge ohne Vorermüdung unkontrolliert.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Sie bei einer Vorermüdung unbedingt das größere Verletzungsrisiko wegen der erhöhten Winkelgeschwindigkeiten berücksichtigen sollten. Wenn es Ihre Sportart nicht unbedingt erfordert, sollten Sie das Sprung- oder das Schnelligkeitstraining separat vom Ausdauertraining einplanen!

Journal of Strength and Conditioning Research, 2009, Bd. 23 (5), S. 1448–1455.

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