Aufwärmspiele (Teil II)

Weitere Aufwärmspiele mit Ball und Frisbee

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Langeweile beim Aufwärmen? Nicht mit diesen tollen Frisbee-Aufwärmspielen.

Im zweiten Teil unserer Liste der beliebtesten und schönsten Aufwärmspiele für Sportunterricht und Vereinssport stellt Sportexperte Marcel Kremer Spiele mit der Frisbee für das Aufwärmtraining vor.

(Lesen Sie auch: Was muss ich bei der Auswahl von Aufwärmspielen beachten?)

 

Dreiecks-Frisbee

Material

Frisbee, 3 Kisten, 3 Matten

 

Spielablauf

Die Kisten werden in einem großen Dreieck auf 3 Matten aufgestellt. Die Matte gilt als verbotene Zone, die von keinem Spieler betreten werden darf. Gespielt wird mit 3 Mannschaften Jeder-gegen-Jeden. Mit der Frisbee in der Hand darf nicht gelaufen werden, gleichzeitig darf der Frisbee-führende Spieler nicht angefasst werden. Um das Spiel schnell zu machen, gilt eine 3 Sekunden-Regel, in der die Scheibe weitergespielt werden muss. Ist die Zeit um, wird die Frisbee hoch in die Luft geworfen und darf von dem selben Spieler nicht wieder gefangen werden.

Ziel des Spiel ist es, die eigene Kiste zu verteidigen und möglichst wenige Treffer zu zulassen, während man durch schnelles Passen gleichzeitig versucht, die Frisbee in eine der anderen beiden Kiste zu platzieren. Das Spiel lebt von schnellen Richtungswechseln ebenso wie von taktischen Überlegungen. Führt eine Mannschaft deutlich, kommt es oft zu einem kurzzeitigen Bündnis der übrigen Teams, was ungleiche Mannschaftsstärken auffängt.

 

Friskee

Material

Frisbee, Felge oder Reifen, Ständerwerk

 

Spielablauf

Friskee ähnelt Basketball, nur dass hier eine Frisbee durch einen etwa 70 Zoll großen Ring in 2,40 Meter Höhe geworfen werden muss. Wie beim Ultimate (s. u.) dürfen die Spieler mit der Frisbee nicht laufen, sondern müssen diese durch gezieltes Passen in Richtung des Rings bewegen. Im Gegensatz zu den meist körperlosen Frisbee-Spielarten kann es bei Friskee allerdings etwas härter zur Sache gehen. Schiedsrichter gibt es trotzdem nicht. Alle Spieler halten sich an den Gentleman-Codex und vermeiden die absichtliche Verletzung des Gegenspielers. Alle weiteren Regeln sind beliebig und werden von den Teams vor Spielbeginn festgelegt, sollte die Notwendigkeit bestehen.

 

Tiger-Frisbee

Material

Frisbee

 

Spielablauf

Die „Tiger“-Spielform ist den meisten Sportlern vom Fußball oder anderen Ballsportarten her bekannt. Ein oder mehrere Spieler befinden sich in der Mitte, während der Rest einen Kreis bildet. Jetzt muss die Frisbee zugespielt werden, während die Mittelspieler versuchen, die Scheibe zu fangen. Der Fänger wechselt in den Außenkreis und derjenige, der zuletzt geworfen hat, tritt an seine Stelle. Zum Aufwärmen ist dieses Spiel auch mit mehren Gruppen gut spielbar.

 

Ultimate

Material

Frisbee, Hütchen 

 

Spielablauf

Ultimate ist die Frisbee-Variante des American Footballs. Mittels Passen versucht ein Team, die Scheibe in die gegnerische Endzone zu befördern. Diese sollte durch Linien oder Hütchen markiert werden. Zu Beginn stehen beide Mannschaften in ihrer Endzone. Das Los entscheidet, wer zuerst Verteidiger und wer Angreifer ist. Die Verteidiger werfen die Frisbee so weit sie können und das Spiel beginnt. Mit der Frisbee in der Hand darf nicht gelaufen werden, lediglich ein Stern- und ein Stopschritt sind erlaubt. Berührt die Scheibe den Boden, fliegt sie ins Aus oder wird ein Pass abgefangen, erhält das gegnerische Team die Frisee. Der Gegenspieler darf nicht berührt werden. Es ist ein Mindestabstand von 1 Meter einzuhalten. Die gesamte Sportart basiert auf dem Fair Play Gedanken, daher gibt es keine Schiedsrichter. Empfindet jemand eine Aktion als Foul, so hebt er den Arm und die Mannschaften müssen sich einig werden, wie die Aktion zu werten ist.

 

Marcel Kremer

 

Quellen/weiterführende Literatur:

1. Moosmann, Klaus: Kleine Aufwärmspiele, 8 Aufl., 2010.

2. Lange, Anja und Sinning, Silke: Neue und bewährte Ballspiele: Für Schule und Verein. 3. Aufl., 2011.

3. Reinschmidt, Christian: Fitness-Spiele für Kinder und Jugendliche: 60 Ideen für Sportunterricht und Freizeit, 2009.

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