Agilitätstraining

Zentrale Bereiche im Zusammenhang mit Agilität

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Agilität sit Wichtig für schnelle Richtungsänderungen.

Der Schlüssel zu verbesserter Agilität ist die Fähigkeit, die Richtung des Körperschwerpunkts zu verändern, ohne dabei zu viel an Geschwindigkeit zu verlieren. Dies erfordert das Training von Übungen mit explosiven Richtungsänderungen.

Um die Richtung schnell, stabil und effizient ändern zu können, muss der Spieler Übungsformen trainieren, bei denen er explosive Richtungsänderungen vorwärts, rückwärts, seitwärts und vertikal vornehmen kann. 

So mancher Trainer hat Schwierigkeiten, Kraft, Power und Ausdauer letztendlich in verbesserte Leistungsfähigkeit umzusetzen. Und wenn auch nicht jeder Sportler in der Lage ist, Tricks wie ein Koby Bryant zu vollführen, so ist mit Agilitätstraining dennoch für jeden eine beachtliche Leistungssteigerung möglich: Neuromuskuläre Anpassungserscheinungen, verbesserte Athletik und Verletzungsprophylaxe sowie reduzierte Rekonvaleszenz sind die drei zentralen Bereiche, die im Zusammenhang mit Agilitätstraining stehen. 

1. Neuromuskuläre Anpassungserscheinungen 

Agilitätstraining ist die effektivste Form, das neuromuskuläre System anzusprechen und sportartspezifische Fertigkeiten zu erlernen, da die Übungsformen des Agilitätstrainings oft direkt aus der entsprechenden Sportart entnommen sind und daher geforderte Bewegungsmuster realitätsgetreu einüben. Wer in einem Intensitätsbereich trainiert, der der Sportart nahekommt, der trainiert auch außerhalb der Saison mit gleicher Beanspruchung, Dauer und ähnlicher Regenerationszeit und bereitet den Körper damit spezifisch auf die sportliche Realität vor. Wer also das ganze Jahr über Agilitätstraining in das Trainingsprogramm einbindet, der verbindet Kraft und Konditionierung mit den jeweiligen Anforderungen der gewählten Sportart. 

2. Verbesserte Athletik 

Der wohl wichtigste Nutzen von Agilitätstraining ist eine optimierte Körperkontrolle infolge kinästhetischer Sensibilität. Sportler, die kontinuierlich an ihrer Koordinationsfähigkeit arbeiten, berichten häufig von immensen Auswirkungen auf ihre allgemeine Athletik. Dabei scheint es keinen Unterschied zu machen, in welchem Sport sie zu Hause sind. Sie lernen, ihre Körperteile wie Nacken, Schultern, Hüfte, Rücken, Knie und Fußgelenke mit großem Feingefühl zu bewegen, da sie über eine herausragende Sensibilität für ihren Körper verfügen. Demnach wissen sie genauer, was zu tun ist, wenn sie ihren Körper schnell bewegen wollen. Insbesondere relativ unkoordinierte Sportler profitieren von einem durchdachten, kontinuierlichen Agilitätsprogramm und können ihre Leistungen auf ein neues Niveau anheben. 

3. Verletzungsprophylaxe und verkürzte Rekonvaleszenz 

Wenn es auch quasi unmöglich ist, Verletzungen im Sport komplett zu vermeiden, so kann Agilitätstraining zumindest den Umgang mit einer Verletzung erleichtern und das Verletzungsrisiko verringern. Verletzungen sind nämlich mitnichten als Pech zu bezeichnen, sondern das Ergebnis mangelnder Vorbereitung. Wer in der Lage ist, im entscheidenden Moment seinen Körper im Bruchteil einer Sekunde zu kontrollieren, der vermeidet Verletzungen oder reduziert zumindest ihre Schwere. Es geht also darum, den Körper auf alle im Sport auftretenden Eventualitäten vorzubereiten und ihn für Extremsituationen zu wappnen. Dies geschieht mit sportartspezifischen Agilitätsübungen, die Stresssituationen zunächst zwar dosiert, aber möglichst realitätsgetreu imitieren. Wer solche Übungsformen einsetzt, der entwickelt seine neuromuskuläre Sensibilität und lernt, seine Körperbewegungen besser zu verstehen und zu kontrollieren. Diese verbesserte neuromuskuläre Sensibilität ermöglicht dem Athleten, seinen Rehabilitationsprozess schneller und erfolgreicher zu absolvieren und unnötige Verletzungen zu vermeiden.

John Graham

 

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