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Empfundene Müdigkeit und Erholung bei älteren Sportlern

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Dass bei älteren Sportlern die Leistung mit zunehmendem Alter häufig nachlässt, ist allgemein bekannt. Auffällig ist jedoch, dass die Regeneration nach harten Trainingseinheiten bei älteren Sportlern langsamer erfolgt. Für dieses Phänomen scheinen neue Forschungsergebnisse australischer Wissenschaftler jetzt überzeugende Beweise zu liefern.

In einer Studie untersuchten die Forscher, ob der Alterungsprozess Einfluss auf die von Sportlern empfundene und berichtete Ermüdung sowie die Qualität der Erholung nach hochintensivem Training habe. Dabei gingen sie insbesondere der Frage nach, ob ältere Sportler zu der von ihnen empfundenen Ermüdung und Erholung andere Angaben machen würden als jüngere, die das gleiche Training absolvierten.


Für die Studie wurden 18 gut trainierte Radsportler rekrutiert: 9 „ältere“ (Durchschnittsalter 45 Jahre) und 9 „junge“ (Durchschnittsalter 24 Jahre). Alle Radfahrer absolvierten an 3 aufeinanderfolgenden Tagen ein hochintensives 30-minütiges Zeitfahren, das zu Ermüdung und anschließender Leistungsabnahme führen sollte. Vor, während und nach jedem Zeitfahren wurden Messungen bezüglich der Physiologie und Leistung vorgenommen, z.B. zu den empfundenen Muskelschmerzen, zur Ermüdung und Erholung. Diese Werte wurden täglich aufgezeichnet. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Leistung im Zeitfahren bei beiden Gruppen während der 3-tägigen Testphase unverändert blieb. Das Ausmaß an Muskelschmerzen und an empfundener Erholung änderte sich bei der Gruppe der älteren Sportler im Laufe der 3 Tage jedoch erheblich (zum Schlechteren), bei den jüngeren Sportlern jedoch nicht. Dies belegen her beiläufige Beobachtungen, die häufig bei älteren Sportlern gemacht werden. Die gute Nachricht (zumindest bei dieser Studie) war jedoch die, dass hartes Training bei älteren Radsportlern keinen Leistungsabfall bewirkt.


Journal of Sports Medicine and Physical Fitness, 2008, Bd. 48 (2), S. 272–277
 

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