Sandras Triathlonvorbereitung auf Weltreise:

Triathlontraining auf Weltreise - Geht das überhaupt?

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Sandra Holte ist wieder daheim - und zieht ein Resumee: Ist ein Triathlontraining auf Weltreise möglich?

Nun bin ich also zurück von meiner Weltreise mit Triathlontraining. Ein halbes Jahr durch die Welt tigern und "nebenbei" für eine Mitteldistanz trainieren - ist das tatsächlich möglich? Diese Frage möchte ich im heutigen Artikel diskutieren und meine Erlebnisse schildern.

Hoch motiviert buchte ich vor über einem Jahr meine Flüge in weit entfernte Reiseziele. Geleitet wurde ich hierbei nur vom Gedanken des Reisens. Der Sport an sich war zwar ein entscheidender Faktor, jedoch eher im Sinne von Tauchen, Surfen und allen weiteren Dingen, die man zuhause nicht mal "einfach so" machen kann. Im Laufe des Sommers 2011 intensivierte sich dann allerdings meine Liebe zum Triathlon und ich bestritt meine erste Olympische Distanz Ende August. Da ich gerade meine Abschlussarbeit schrieb, fiel das Training oft unter den Tisch und ich absolvierte den Wettkampf nicht wirklich optimal vorbereitet. Doch welch Glück, in meiner Altersklasse gab es nur 4 Teilnehmerinnen und ich erkämpfte mir immerhin den 2. Platz!

Dieses Erlebnis, die einmalige Atmosphäre, die bei solch einer Sportveranstaltung herrscht, die Stimmung, die Zuschauer, und noch vieles mehr bewegte mich dazu, eine Teilnahme an einer Mitteldistanz zu planen. Diese wollte ich aber keineswegs untrainiert angehen, denn welcher normale Breitensportler kann schon mal eben 2 km Schwimmen, 90 km Rad fahren und dann noch einen Halbmarathon laufen?

Die Kooperation von trainingsworld.com und atleta.de ermöglichte es mir, einen Personal Trainer zu nutzen. Das Coaching läuft online per Mailkontakt ab. Die Trainingseinheiten sind detailliert online abrufbar. Das schien mir perfekt für meine Reise.

Nicht gerechnet hatte ich allerdings mit den Anforderungen, die das Reisen stellt. Oft fallen Trainingstage aus, da man nur damit beschäftigt ist, von A nach B zu kommen. Dann ist es zu dunkel und unsicher oder es regnet so sehr in Strömen, dass man sich sicher sein kann, dass die Schuhe die nächsten 7 Tage nass wären. Hinzu kommen gemeine und vor allem lebensgefährliche Unterströmungen im Meer und der Mangel an Schwimmbädern.

Auf der anderen Seite warten einmalige Erlebnisse, Ausblicke und Ausfahrten auf den Trainierenden. Es ist herrlich, die Kulisse zur Sportausübung regelmäßig zu wechseln und gerade bei solch wunderschönen Naturräumen genießt man die Trainingseinheiten viel mehr und möchte gar nicht aufhören. Und natürlich lernt man so auch schnell viele andere Sportler kennen. Empfehlenswert ist es natürlich, zunächst die Trainingsgegebenheiten in jedem Land abzuklären und dann zu buchen. Viele Regionen und Länder eignen sich hervorragend zum Triathlontraining, wenn man am richtigen Ort ist.

Ich für mich aber muss zugeben, dass es dennoch recht schwierig war, zu reisen und gleichzeitig das volle Trainingspensum einzuhalten. Aus diesem Grund habe ich mich auch entschieden, zu einem späteren Zeitpunkt an einem Wettkampf teilzunehmen und nicht schon im Mai oder Juni. Welcher dies sein wird und wie das Training im Rheinland abläuft erzähle ich euch beim nächsten Mal.

 

Sandra Holte

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