Sandras Triathlonvorbereitung auf Weltreise, Fidschi

Triathlontraining in Fidschi??

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Geht das überhaupt? Diese Frage möchte ich diesmal versuchen zu beantworten. Die 333 Inseln, die zu Fidschi gehören, liegen mitten im Pazifischen Ozean. Um genau zu sein 3 Stunden Flug von Neuseeland aus - oder 8,5 Stunden von Hawaii. Meine ursprüngliche Reiseplanung sah gar keinen Stopp hier vor, doch einfach nur das Flugzeug wechseln, ohne das Land kennen zu lernen, befand ich für zu langweilig.

In Fidschi gibt es keine Jahreszeiten. Nur Regenzeit oder eben keine Regenzeit. Ich hatte natürlich das Glück, genau in zuerst Genannte zu kommen. Diese dauert etwa von November bis April. Und mit Regen meine ich nicht etwa einen kleinen Schauer. Man hat eher das Gefühl, man stünde unter einer voll aufgedrehten Dusche - und das den ganzen Tag lang! Sollte man nichts dagegen haben, nass zu werden, ist es durchaus empfehlenswert sich ein Rad zu leihen. Aber in jedem Falle nur ein MTB, da die Straßen hier selten schlaglochfrei oder wirklich durchgängig geteert sind.

 

Bauch und Po zeigen ist nicht schicklich

Ich nutzte die Zeit eher zum Schwimmen gehen. Gute Möglichkeiten gibt es hier in der Hauptstadt und zugleich drittgrössten Stadt im Pazifik: Suva. Dort gibt es 3 öffentliche Bäder. Ich versuchte mein Glück an einem Feiertag im Olympic Pool. Gegen 3 $ Eintritt (umgerechnet etwa 1,30 EUR) erhält man Zutritt zu einem 50-m-Außenbecken. Der Pool ist breiter als ein normales 50-m-Becken und an der Außenseite gibt es einen Extra-Bereich für Freizeitwasserratten, die dort toben und planschen. Am anderen Ende, dort wo die Bahnen sind, wird man dadurch aber keineswegs gestört. Es scheint aber dennoch etwas merkwürdig zu sein, dort seine Bahnen zu drehen. Ich war zumindest die Einzige an diesem Tag. Ach ja, es gilt in der Fidschi-Kultur nicht gerade als schicklich seinen Bauch oder Po zu zeigen, weshalb man dringend Hose und Shirt oder Hose und Badeanzug anhaben sollte. Zudem gibt es keine Schließfächer im Bad, doch man kann seine Tasche einfach am Schalter, wo man den Eintritt zahlt, im Büro lassen.

 

Kulturelles Schutzgebiet erschwert das Training

Wie Fidschi lauftechnisch ist, kann ich nur vermuten, da ich selbst aufgrund meiner einmaligen Wohnsituation in einer kleinen Wellblechhütte bei einer Fidschi-Familie und des abartigen Regens nicht in den Genuss gekommen bin. An und für sich ist Fidschi ein sicheres Land (tagsüber) und man kann bedenkenlos am Straßenrand laufen gehen. Sicherlich ist das nicht das allerschönste, aber man braucht auch keine Angst zu haben, überfahren oder überfallen zu werden. Es gestaltet sich leider als schwieriger im Landesinneren und Grünen zu laufen, da viele der Gebiete kulturell geschützt sind und ein Zutrittsverbot herrscht. Einige Ausnahmen bieten einige wenige ausgeschriebene Wanderwege in der Nähe von Suva. Am besten informiert man sich hier aber in der Touristeninformation.

 

Große Gastfreundlichkeit der Fidschis

Insgesamt kann ich nur sagen: Fidschi ist auch in der Regenzeit einen Stopover Wert. Allerdings nur für Leute, die kulturell sehr aufgeschlossen sind! Ich hatte die Möglichkeit in einem Fijian Village eine Nacht zu verbringen und einer Kava-Zeremonie (Nationalgetränk aus einer Wurzel, schmeckt komisch und ist etwas narkotisierend) beizuwohnen. Das war wirklich beeindruckend und vor allem für mich als studierte Kulturwissenschaftlerin höchst interessant. Der Umgang miteinander ist in dieser Kultur wirklich ganz anders als in Deutschland und es ist beeindruckend, wie herzlich und nett die Menschen sind.

Natürlich ist dieser Eindruck sehr subjektiv und auch stark von der Regenzeit beeinflusst. Denn im Sommer bietet Fidschi dank seiner exzellenten Tauch- und Schnorchelgebiete zahlreiche andere Möglichkeiten!

 

Sandra Holte

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