Meine Wettkampfvorbereitung für die 14. FINA Weltmeisterschaft der Masters in Riccione (Italien) im Juni 2012 im Schwimmen

Mein Trainingstagebuch: WM-Woche - mein erster Wettkampftag!

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Monika vor ihrem ersten Start bei der FINA Masters WM. Ein bisschen Nervosität gehört dazu!

Rückblick auf den ersten Wettkampftag bei der FINA Masters WM in Riccione. Monika erzählt, wie sie sich sportlich und mental auf ihren ersten Start vorbereitet und ob sie mit dem Ergebnis zufrieden ist.

Vorbereitungen auf den ersten Start

Gestern Abend hat es angefangen zu regnen und fast die ganze Nacht durchgeregnet. Glücklicherweise war es heute Morgen wieder etwas freundlicher. Die letzten beiden Tage war es auch morgens und vormittags bewölkt und ist erst gegen Mittag aufgeklärt. Da ich heute meinen Start im Außenbecken hatte, wollte ich lieber in der Sonne als im Regen starten.

Heute haben wir etwas eher gefrühstückt. Ich dachte schon, wir müssten drinnen frühstücken, aber es war schön genug, um draußen zu sitzen. So fängt der Tag gleich gut an! Wir sind gegen 8:30Uhr losgefahren, da wir nicht genau wussten, wie die Parkplatzsituation heute rund um das Schwimmbad aussieht.

Riccione ist schon das 2. Mal Ausrichter der WM, 2004 war die WM schon einmal hier. 2004 habe ich noch gar nicht daran gedacht, jemals wieder zu schwimmen.

Bei der WM der Masters gibt es 4 Disziplinen: Wasserball, Synchronschwimmen, Turmspringen und Schwimmen. Die anderen Disziplinen sind beendet, diese Woche ist nur noch Schwimmen dran. Es gibt insgesamt ca. 12.000 Teilnehmer mit mehr als 20.000 Starts! Das ist bisher Rekord bei einer Masters-WM. Hier gibt es in der Halle ein 50-Meter-Becken und ein 25-Meter-Becken und im Freibad ein 50-Meter-Becken, ein 25-Meter-Becken und ein Sprungbecken. Während die Wettkämpfe laufen, kann man in den 25-Meter-Becken einschwimmen. Bei den hohen Teilnehmerzahlen sind die Bahnen eher voll, aber irgendwie geht es schon.

Das Einschwimmen im Außenbecken war OK, es war zwar voll aber ich konnte mich gut einschwimmen.

Bei größeren Wettkämpfen wie der WM oder EM gibt es eine „Calling Area“, dort müssen sich die Teilnehmer mindestens 10 Minuten vor dem Start einfinden. Dann wird man aufgerufen und wartet auf den Start. Meist sitzen 3 Läufe in der Calling Area und sobald ein Lauf gestartet ist, darf der nächste Lauf ans Becken. Bevor man ans Becken darf wird noch einmal der Name kontrolliert und ob man einen FINA-konformen Badeanzug trägt. 2 Läufe vor mir ist eine Dame aus Korea nicht zum Start zugelassen worden, da sie einen Badeanzug mit Reißverschluss hatte und die sind verboten.

Ich bin heute im Lauf 47 von 106 Läufen gestartet. Das hieß, ich hatte eine ziemlich lange Wartezeit. Start der 100 Freistil war für 10:30 Uhr angesetzt, aber es hat sich alles noch nach hinten verschoben.

Ich habe die Wartezeit genutzt, um mich mental auf den Start vorzubereiten. Ich bin „im Kopf“ mehrfach den Startsprung durchgegangen, in der Hoffnung einen guten Start hinzulegen. Ich bin auch mental geschwommen und habe ein paar Wenden gemacht.

Mittlerweile kenne ich durch die Lehrgänge vom DSV viele Leute, auch im Vorstartbereich kannte ich dann einige der „Mädels“. Wir haben nett geplaudert und ich habe allen viel Glück gewünscht.

 

Der erste Wettkampf

Mein Lauf war international besetzt, ich hatte Starterinnen aus der Türkei, Italien, Dänemark und Frankreich mit mir im Wasser. Ich war auf Bahn 4 mit der drittschnellsten Zeit im Lauf. Aber man weiß ja nie, ob die anderen ihre Meldezeit auch schwimmen.

Ich bin dann guten Mutes zum Start und war nur ein bisschen nervös *lach*.

Nach einem guten Start bin ich es etwas zu langsam angegangen (00:34,08) und ich habe auch gemerkt, dass da noch was geht. Also habe ich „beschleunigt“ und gut aufgeholt. Ich hätte auch noch ein paar Körner mehr gehabt, aber das weiß man ja vorher nie ob es dann am Ende reicht – oder ob der „Mann mit dem Hammer“ kommt. Ich bin mit meiner Zeit von 1:09,76 sehr zufrieden, meine Bestzeit ist 1:08,94 von 2009 und seitdem bin ich heute das erste Mal wieder unter 1:10 geschwommen. Ich bin sehr zufrieden!

Wir haben dann noch auf dem Gelände entspannt zusammen gesessen, ein Pandini gegessen und uns nett unterhalten. Spätnachmittags haben wir den Tag am Hotel Pool ausklingen lassen, etwas gelesen und einen Kaffee getrunken.

Wie in den letzten 2 Tagen auch haben wir uns um 19 Uhr zum Abendessen getroffen. Wir sind direkt hier in Cattolica in ein Lokal an der Strandpromenade gegangen. Eine gute Wahl, das Essen war außerordentlich gut und auf dem Heimweg gab es noch ein kleines Eis!

Nun früh ins Bett, morgen ist ein neuer Wettkampftag!

 

Vorschau 2. Wettkampftag:

50 delfin (abends)

 

Wettkampfwoche (Woche 37), KW 24

Tag Disziplin Zeit Platz Gesamtteilnehmer
Montag 100 Freistil 1:09:76 29
Dienstag 50 Schmetterling
Mittwoch 50 Freistil
Donnerstag

Staffel 4 x 50 Lagen mixed (Delfin)

Staffel 4 x 50 Freistil mixed

Freitag 200 Delfin
Samstag Riccione
Sonntag Riccione...Heimfahrt!

 

Monika Sturm-Constantin

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