Sandras Triathlonvorbereitung auf Weltreise, Mexiko und Panama

Abwechslung und ein Erdbeben in Mexiko - endlich wieder Training in Panama

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Studentenstadt mit Flair, aber eher ungeeignet fürs Triathlontraining: Guadalajara.

So oder ähnlich könnte man meine letzte Woche beschreiben. Da das Triathlon-Training in Mexiko (wie schon beschrieben) eher schwierig ist, besuchte ich die wunderschönen Städte Guadalajara und Guanajuato bevor es wieder nach Mexiko Stadt und dann weiter nach Panama ging. Dort konnte ich dann auch endlich wieder richtig trainieren.

Bunte Häuser und viele Gässchen - spanisches Ambiente in Guanajuato.

Guadalajara liegt etwa 6 Stunden mit dem wohl bequemsten Bus, mit dem ich je gefahren bin (die Sitze sind wie die Businessclass im Flugzeug), von Mexiko Stadt entfernt. Diese Studentenstadt hat ein ganz eigenes Flair, das zum Verweilen und zu Fuß gehen einlädt. Neben zahlreichen historischen Gebäuden sollte man unbedingt auch den Ortsteil Tlaquepaque besuchen. Hier dreht sich alles um Kunst und Handwerk und man findet bestimmt das ein oder andere originelle Souvenir. Auf dem Weg zurück nach Mexiko Stadt bot sich ein Zwischenstopp in Guanajuato geradezu an. Anders als Guadalajara oder Mexiko Stadt sind hier die Gässchen mit den unzähligen bunten Häuschen wild durcheinander angelegt und man könnte fast meinen, mitten in Spanien zu stehen! Dieser Stopp lohnt sich definitiv.


Für Sportmöglichkeiten muss man in beiden Städten ähnlich wie in Mexiko entweder außerhalb wohnen bzw. dort hinfahren oder Mitglied in einem Club sein. (Los Angeles und Mexiko City - ungeeignet für Triathlontraining?) Doch das viele zu Fuß gehen bietet auch durchaus eine Abwechslung. Eine weitere Abwechslung erwartete mich zurück in Mexiko Stadt: Mein erstes richtig starkes Erdbeben! Das laut den mexikanischen Behörden mit 7,8 auf der Richterskala gewertete Beben hatte sein Epizentrum zum Glück etwa 300 km entfernt, so dass wir "nur¨ ein paar heftige Ruckler spürten. Doch wenn das Frida Kahlo Bild an der Wand plötzlich im 25-Grad-Winkel hängt fragt man sich schon, weshalb man sich überhaupt noch im Inneren des Hauses befindet und hofft, dass man es schnell genug nach draußen schafft. Scary! Glücklicherweise verzeichnete Mexiko Stadt aber keine Verletzten, sondern nur ein paar Schäden an Häusern wie zerbrochene Fensterscheiben etc.


Blick auf Panama City.

Nach diesem doch recht einprägsame Erlebnis ging es einen Tag später weiter nach Panama Stadt. Endlich, endlich wieder Sport treiben. So war mein Plan. Und er ging auf! Panama Stadt bietet einige gute Möglichkeiten zum Laufen gehen. Am schönsten ist meiner Meinung nach der Damm, der im Westen der Stadt liegt. Hier fahren kaum Autos, es gibt einen breiten Gehweg und man läuft natürlich direkt am Meer, umgeben vom Meer. Meine Unterkunft befand sich im wunderschönen alten Stadtteil Casco Viejo. Von dort aus läuft man leichter an der Promenade, die diesen Ortsteil mit dem Stadtzentrum verbindet. Etwa 2 Runden decken gut 14 km. Angenehm ist außerdem, dass diesen Weg nur Fußgänger und Radfahrer benutzen dürfen und zu meiner großen Freude gibt es auch einen Rasenstreifen am Rand, so dass man nicht komplett auf Asphalt laufen muss. Eine weitere Möglichkeit bietet außerdem ein nahe gelegener Park, den ich selbst aber leider nicht kennen lernen konnte. In Panama scheint es generell recht gut zu sein, sein eigenes Rad mitzubringen. Doch dies lohnt sich. Die Bedingungen sind wirklich gut. Der Asphalt lädt geradezu zum Fahren ein. Verleihstationen habe ich allerdings noch keine ausmachen können. Vielleicht ja in einem der nächsten Ziele hier. Ich halte euch auf dem Laufenden.


Sandra Holte

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