"Zebras" hängen im Keller fest

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Duisburg strauchelt auch gegen Paderborn

Duisburg - Der vor der Saison hochgehandelte MSV Duisburg hängt nach einer 0:1 (0:0)-Pleite gegen den SC Paderborn weiter im Tabellenkeller fest. Nick Proschwitz traf für die Ostwestfalen.

Duisburg (SID) - Ein Patzer von Florian Fromlowitz hat den MSV Duisburg in der 2. Fußball-Bundesliga noch tiefer in die Krise gestürzt. Gegen den SC Paderborn lenkte der Torwart der Zebras den Schuss von SC-Stürmer Nick Proschwitz (77.) ins eigene Tor und sorgte damit im Alleingang für die sechste Saisonpleite des MSV. Während die Gäste durch das 1:0 (0:0) in Duisburg weiter an der Spitzengruppe der Liga schnuppern, belegt der MSV nur den 16. Platz, der am Ende der Saison in die Abstiegs-Relegation führen würde.

Trotzdem gab sich Sasic kämpferisch. "Es gibt keine Verzweiflung", sagte der Kroate. "Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute eine Mannschaft gesehen, die die Zuschauer begeistert hat. Auf diese Leistung kann man aufbauen - was fehlt, sind die Ergebnisse."

Beide Mannschaften kamen schwungvoll in die Partie, ohne sich aber nennenswerte Chancen herauszuspielen. Die 11.327 Zuschauer in Duisburg mussten bis zur 15. Minute auf die erste Gelegenheit ihrer Zebras warten, Neuzugang Valeri Domowtschiski scheiterte aber aus kurzer Distanz am stark reagierenden SC-Torwart Lukas Kruse. "Man hat gesehen, dass wir gewinnen wollten", sagte Goran Sukalo. "Ich weiß nicht, warum es wieder nicht geklappt hat." Die mangelnde Chancenverwertung wurde beinahe schon in der 1. Halbzeit bestraft. Bruno Soares rettete nach einer Flanke von Alban Meha vor dem einschussbereiten Proschwitz (34.). Bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Markus Fritz (Korb) verflachte die Partie, beide Teams kamen zusammen auf nur fünf Torschüsse.

Nach der Pause versuchte der MSV, das Spiel zu kontrollieren. In der 56. Minute hatte wieder Domowtschiski die Möglichkeit, sein Team in Führung zu bringen - sein Schuss in Höhe des Elfmeterpunkts wurde aber abgeblockt. Teamkollege Kevin Wolze machte es nicht viel besser und schoss Kruse in direkt die Arme (66.). Knapp zehn Minuten später dann der Schock für den MSV: Den eigentlich unplatzierte Schuss von Proschwitz ließ Fromlowitz von seinem rechten Arm ins eigene Tor abprallen (77.). "Ob Fehler oder nicht, das kann man diskutieren", sagte Sasic zum Patzer seines Schlussmans. "Die Bälle heute flattern sehr, er ist einer unserer besten Spieler."

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