Wolfgang Wolf neuer Trainer bei Hansa Rostock

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Übernimmt in Rostock: Wolfgang Wolf

Rostock - Wolfgang Wolf wird neuer Trainer des abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten Hansa Rostock. Der 54 Jahre alte ehemalige Bundesligacoach wurde am Mittwoch offiziell vorgestellt.

Rostock (SID) -

"Wunschtrainer" Wolfgang Wolf soll die leckgeschlagene Hansa-Kogge vor dem Untergang retten: Der 54-Jährige tritt beim abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten Hansa Rostock die Nachfolge von Peter Vollmann an und wird bereits am Freitag im Spiel beim SC Paderborn auf der Bank sitzen. Hansa hatte sich nach nur einem Sieg in der Hinrunde und dem Sturz auf den vorletzten Tabellenplatz am Dienstag von Vollmann getrennt.

"Nach meiner Auszeit brenne ich und bin heiß auf das Geschäft. Ich bin überzeugt, dass wir die Klasse halten. Dafür müssen wir aber anders auftreten", sagte Wolf bei seiner offiziellen Vorstellung am Mittwoch in Rostock. Er erhält bei Hansa einen Vertrag bis zum Saisonende, der sich im Falle des Klassenerhalts automatisch um ein Jahr verlängert.

"Wir brauchen Leidenschaft und Zweikampfstärke. Jeder muss für jeden da sein", sagte der ehemalige Bundesligaprofi. Vorstandschef Bernd Hofmann und Manager Stefan Beinlich betonten, Wolf sei "der Wunschtrainer" des Vereins gewesen. "Er ist ein erfahrener Trainer mit viel Leidenschaft", sagte Beinlich.

Auf Wolf, der am Mittwochnachmittag erstmals das Training leitete, wartet bei den Rostockern eine schwierige Aufgabe. Vor allem im Angriff erwies sich der Aufsteiger bisher als zahnloser Tiger: Gerade einmal 11 Tore erzielte das Team in 17 Spielen. Seine Hoffnungen ruhen daher vor allem auf dem in der Hinrunde lange verletzten Marek Mintal. Wolf hatte den Slowaken 2003 nach Nürnberg geholt, unter ihm wurde Mintal in der Saison 2004/2005 Bundesliga-Torschützenkönig.

"Auf ihn freue ich mich besonders. Ich hoffe, dass wir ihn wieder dahin bekommen, dass er das macht, was er am besten kann. Nämlich Tore schießen", sagte Wolf, der allerdings auch einen Neuzugang im Sturm in der Winterpause nicht ausschloss. Zudem will er die Mannschaft offensiver ausrichten.

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