Wirbel um Babbel lässt Hertha-Profis kalt

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Markus Babbel holte mit Hertha BSC ein 1:1

Sinsheim - Der Wirbel um Trainer Markus Babbel hat die Profis von Hertha BSC weitgehend kalt gelassen. Der Aufsteiger holte zum Hinrunden-Ende der Bundesliga ein 1:1 (0:1) bei Hoffenheim.

Sinsheim (SID) - Der Wirbel um Trainer Markus Babbel hat die Profis von Hertha BSC Berlin weitgehend kalt gelassen. Der Aufsteiger holte zum Hinrunden-Ende der Fußball-Bundesliga ein 1:1 (0:1) bei 1899 Hoffenheim und überwintert mit einem relativ dicken Punktepolster auf die Abstiegsränge. Roman Hubik (90.+1) traf für die Hertha, die trotz des Punktgewinns seit mittlerweile sechs Spielen auf einen Sieg wartet, zum Ausgleich.

Der Bosnier Sejad Salihovic (21.) schoss das Tor gegen die Berliner zum 1:0 für Hoffenheim. Die Gäste mussten noch die Rote Karte für Raffael wegen einer versuchten Tätlichkeit verkraften (31.). Auf der Gegenseite wurde Innenverteidiger Isaac Vorsah nach einer Notbremse gegen Hertha-Stürmer Ramos vom Platz gestellt (63.).

Vor dem Spiel hatten verschiedene Medien berichtet, dass Babbel in der Winterpause durch Michael Skibbe ersetzt werden soll. Demnach wäre die Partie im Kraichgau das vorerst letzte Punktspiel der Hertha unter der Regie Babbels, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, gewesen. Am Mittwoch steht für die Berliner noch das Achtelfinale im DFB-Pokal gegen den Ligarivalen 1. FC Kaiserslautern auf dem Programm.

Der Berliner Manager Michael Preetz wollte die Verpflichtung Skibbes vor dem Spiel nicht bestätigen. "Vor drei oder vier Wochen hatten wir die Spekulation mit Mike Büskens von Greuther Fürth, dann hatten wir die Spekulation mit Franco Foda von Sturm Graz. Jetzt haben wir die Spekulation mit Michael Skibbe. Mein Statement dazu, und so halte ich es auch mit den ersten beiden: Wir werden es nicht kommentieren und wir werden es insofern auch nicht bestätigen. Wir werden die Winterpause abwarten", sagte Preetz dem Pay-TV-Sender Sky.

Die 25.550 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena sahen zu Beginn klar überlegene Gastgeber, bei denen Edson Braafheid, der gesperrte Marvin Compper, Andreas Ibertsberger, Matthias Jaissle und Chinedu Obasi fehlten. Der Ghanaer Vorsah (2.), der Brasilianer Roberto Firmino (15.) und der Däne Jannik Vestergaard (16.) vergaben aber hochkarätige Möglichkeiten.

Die schwachen Berliner, die ohne Maik Franz und Andre Mijatovic auskommen mussten, hatten auch im Anschluss nichts zu bestellen. Das vierte Saisontor von Weitschuss-Spezialist Salihovic, der wieder einmal aus der Distanz traf, war die logische Konsequenz. Kurz zuvor mussten die Berliner den verletzten Nikita Rukavytsya durch Tunay Torun ersetzen (15.).

Rund 15 Minuten nach seinem Treffer war Salihovic erneut an einer wichtigen Szene beteiligt. Der Bosnier provozierte den Platzverweis Raffaels. Der Brasilianer wurde von Schiedsrichter Peter Sippel (München) wegen einer versuchten Tätlichkeit an Salihovic des Feldes verwiesen. Salihovic kam mit einer Verwarnung für seine Theatralik davon. In den verbleibenden Minuten des ersten Durchgangs spielten die dezimierten Berliner besser als zuvor in voller Mannschaftsstärke.

Nach dem Seitenwechsel war die Hertha dem Ausgleich zunächst näher als die Gastgeber einem zweiten Treffer. Die Hoffenheimer nahmen das Duell gegen zehn Mann auf die leichte Schulter, Torun hatte den Treffer für die Berliner auf dem Fuß (54.). Neun Minuten später endete die numerische Überlegenheit der Hoffenheimer. Vorsah musste vorzeitig in die Kabine.

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