Winokurow soll Sieg gekauft haben

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Schwere Vorwürfe gegen Alexander Winokurow

Köln - Schwere Vorwürfe gegen den umstrittenen Radprofi Alexander Winokurow: Der Kasache hat sich den Sieg beim Rad-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich 2010 angeblich gekauft.

Köln (SID) - Schwere Vorwürfe gegen den umstrittenen Radprofi Alexander Winokurow: Der Kasache soll sich den Sieg beim Rad-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich 2010 angeblich gekauft haben. Das berichtet das Magazin L'Illustre aus der Schweiz. Danach soll Winokurow dem Russen Alexander Kolobnew 100.000 Euro gezahlt haben, damit dieser im Schlusssprint nicht mehr angreift.

"Dahinter stecken Leute, die meinen Kopf wollen. Ich kann das Gerede über mich nicht akzeptieren", teilte der ehemalige Star des Team Telekom in einer Stellungnahme seines jetzigen Teams Astana mit. "Es ist doch eigenartig, dass das ein paar Tage danach passiert, dass ich meine Kandidatur für das kasachische Parlament angekündigt habe. Das verletzt meine Privatspähre", teilte der Kasache mit und kündigte an, juristisch gegen das Magazin vorgehen zu wollen.

Winokurow hatte sich beim Tagesrennen etwa 500 Meter vor dem Ziel problemlos von Kolobnew gelöst und ungefährdet gewonnen. Winokurow bestreitet die Vorwürfe. "Ich habe sowas niemals getan. Ich habe immer gekämpft für die Siege", sagte Winokurow "L'Illustre".

Das Magazin beruft sich in seinem Bericht auf angebliche E-Mails zwischen den beiden Fahrern am Tag des Rennens. Außerdem soll Kolobnew ein Konto bei einer Bank in der Schweiz haben, auf das die mutmaßliche Bestechungssumme eingezahlt worden sein soll. Winokurow erwidert: "Das ist ein erneuter Versuch, meinen Namen zu beschmutzen. Ich habe immer mal Geld verliehen."

Winokurow war Ende November von Kasachstans Regierungs-Partei Nur Otan als Kandidat für die nächsten Parlamentswahlen nominiert worden. Im September hatte Winokurow seinen Vertrag beim Team Astana verlängert und damit seinen Rücktritt vom zuvor verkündeten Rücktritt erklärt. Eigentlich hatte der 38-Jährige, der 2007 nach einem positiven Dopingtest zwei Jahre gesperrt worden war, seine Karriere nach einem schweren Sturz bei der Tour de France 2011 beenden wollen.

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