Weltmeister Bradl nach Sturz ausgeschieden

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Bradl widmete seinen WM-Titel Simoncelli

Valencia - Motorrad-Weltmeister Stefan Bradl ist beim Saisonfinale in Valencia nach einem Sturz ausgeschieden. Bradl kam mit dem Schrecken davon und zeigte sich später gut gelaunt in der Box.

Valencia (SID) - Motorrad-Weltmeister Stefan Bradl ist beim Saisonfinale in Valencia nach einem Sturz ausgeschieden. Einen Tag nach seiner Krönung zum neuen Moto2-Champion flog der 21-Jährige in der vierten Runde ins Kiesbett ab und sah auch bei seinem fünften WM-Start in Spanien nicht die Zielflagge. Bradl kam mit dem Schrecken davon und zeigte sich schon wenig später gut gelaunt in der Box.

"Der Sturz ist einfach passiert. Ich bin Gottseidank gesund", sagte Bradl bei Sport1. Die Strecke sei nicht trocken, aber auch nicht nass gewesen. "Die Bedingungen waren für nix und wieder nix", so Bradl.

Der Sieg beim 17. und letzten Lauf des Jahres ging an den Italiener Michele Pirro vom Gresini-Team des vor zwei Wochen in Malaysia tödlich verunglückten MotoGP-Piloten Marco Simoncelli. Die weiteren Podestplätze belegten der Finne Mika Kallio und Dominique Aegerter aus der Schweiz. Max Neukirchner (Stollberg) wurde Neunter.

"Ich habe keine Worte. Vielleicht war Marco heute bei uns", sagte Fausto Gresini nach dem Erfolg. Pirros Zieldurchfahrt hatte der Teamchef zuvor unter Tränen an der Boxenmauer verfolgt. "Es ist ein sehr spezieller Moment. Das ist genau das, was Marcos Familie verdient hat", sagte Pirro.

Kalex-Pilot Bradl hatte am Samstag als erster deutscher Pilot seit 18 Jahren wieder einen WM-Titel geholt. Die Entscheidung zugunsten Bradls war vorzeitig gefallen, da sein einziger Titelkonkurrent Marc Marquez aus Spanien wegen der Folgen eines Trainingssturzes seinen Startverzicht erklärt hatte und sich kampflos geschlagen geben musste. Am Sonntag wurde Márquez immerhin als Neuling des Jahres ausgezeichnet.

Stefan Bradl, Sohn des früheren Vize-Weltmeisters Helmut Bradl, ließ es beim letzten WM-Lauf ruhig angehen und fiel in der ersten Runde vom vierten auf den siebten Platz zurück. Wenig später ereilte ihn das frühe Aus.

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