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Vor- und Nachteile des Squashtrainings im Alter

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Neue von T. Reilly und D. Halsall am Zentrum für Sport und Trainingslehre der John Moore Universität in Liverpool durchgeführte Nachforschungen haben gezeigt, dass regelmäßiges Wettkampf-Squash einen beträchtlichen Nutzen für die Gesundheit bietet. Ältere Freizeitspieler sollten das Spiel jedoch mit angemessener Vorsicht angehen.

Für die Untersuchungen wurden eine Auswahl älterer Wettkampf-Squash-Spieler (Durchschnittsalter 42.4 Jahre), eine Gruppe jüngerer Wettkampf-Spieler (Durchschnittsalter 22.4 Jahre) und eine Gruppe Freizeit Spieler (Durchschnittsalter 45.3 Jahre) miteinander verglichen. Die Untersuchungsmethode sah einen Vergleich der gemessenen Körpermasse, des Körperfettanteils, des Pulses, des Blutdrucks, des Cholesterinspiegels und der VO2max-Werte vor. Die Pulswerte wurden dabei während des Spiels gemessen.

Die Forschungsergebnisse zeigten, dass die Wettkampf-Squashspieler Profile von Anthropometrie und Fitness aufwiesen, die angewachsene Trainingseffekte bezüglich Körperbau und kardiovaskulärem Status suggerierten. „Die älteren Wettkampf-Squashspieler hatten laut den Ergebnissen im allgemeinen Profile, die denen der jüngeren Spieler ähnlicher waren, als die der altersmäßig angepassten Freizeit Spieler“. Gelegentliches Squashspielen scheint folglich wenig vorteilhaften Effekt auf das Fitness Profil bei älteren Spielern zu haben. Von Bedeutung ist die Tatsache, dass solch ein Spielen diese Spieler stärker physiologisch belastet, verglichen mit den gut trainierten Spielern der gleichen Altersklasse, die den Sport häufiger ausüben. Die älteren Wettkampf-Spieler scheinen die Übungsintensität besser an ihre Fähigkeiten anzupassen, als die Freizeit Spieler. Erstere trainierten bei 85 % ihres maximalen Pulses, Letztere bei 95 %.

Die Studie zeigte, dass Freizeitspieler eine höhere wahrgenommene Anstrengung bei ihren Spielen erreichten, als Wettkampf-Spieler. Die Untersuchungen stellten zudem fest: „Während die Bewertungen der Atmung in den anderen Gruppen höher waren als die für den gesamten Körper und die Muskeln, erreichte die ältere, nicht regelmäßig aktive Gruppe sowohl für die körperliche Gesamtanstrengung, als auch für die Atmung Belastungswerte, die einem Gefühl von stark bis sehr stark entsprachen. Es könnte sein, dass der Wettkampfcharakter, der dem Spiel eigen ist, dieser Gruppe von Freizeitspielern eine übermäßig hohe Betätigungsintensität abverlangt hat. Erfahrene Spieler können dagegen die körperliche Anstrengung auf einem Niveau regulieren, das sie annehmbar finden. Ältere, untrainierte Personen sollten daher gewarnt werden, das Spiel mit angemessener Vorsicht anzugehen.“


T Reilly und D.L. Halsall
 

Physiological effects of squash participation in different age-groups and levels of play

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