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Übungen zur Rehabilitation und Remobilisierung mit ViPR

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Übungen zur Rehabilitation und Remobilisierung.

Nachdem wir gestern einige grundlegende Prinzipien zur Rehabilitation und Remobilisierung mit ViPR beschrieben haben, folgen nun vier konkrete Übungen, wie Sie Ihre Gelenke in Sportarten mit schnellen Richtungswechseln trainieren und vor Verletzungen schützen können.

1) (Transversale) Verlagerung, dreidimensionale Hüftrotation, Seitwärtslaufen 

Falls die ausführende Person über unbewegliche Sprunggelenke (Dorsalflexion) und Hüften verfügt (Spreizen/Anziehen), können Sie isolierte Mobilisations­ übungen vorschalten. Halten Sie das ViPR in einem beidhändigen neutralen Griff. Bestimmen Sie im Vorfeld den funktionell größtmöglichen Bewegungsumfang und halten Sie diesen im Laufe der Übung konsequent ein. Blicken Sie nach vorne, neigen und drehen Sie den Oberkörper schnell auf eine Seite und machen sie zwei kleine, schnelle Schritte nach hinten/zur Seite; springen Sie dann mit einem Satz in die Ausgangsposition zurück. Wiederholen Sie die Übung auf der Gegenseite und achten Sie darauf, dass die Bewegung von den Hüften ausgeht. Die Wirbelsäule bleibt gerade. Diese Übung eignet sich hervorragend, um das Timing zu verbessern und die Körperspannung zu schulen – was wichtig ist für die Schnellkraft und schnelle Richtungswechsel. Bei einer perfekten Ausführung verbessert man seine Fähigkeit, sich auf den drei Körperebenen effizient zu bewegen. 

Schwierigere Gestaltung durch: explosivere Sprünge, schwereres ViPR

2) Neigen, seitlicher Schwenk-Ausfallschritt mit Zusammenführen der Beine, Überkreuzschritt 

Die Bewegungsausführung besteht aus einem seitlichen Schwenk, einem Ausfallschritt mit Zusammenführen der Beine und einem Überkreuzschritt. Halten Sie das aufrecht vor Ihnen stehende ViPR mit beiden Händen und neigen Sie es zur Seite. Bewegen Sie das ViPR zunächst nur in einem kleinen Radius, u eine kontrollierte, bewusst geführte Bewegung sicherzustellen. Die Bewegung sollte hauptsächlich von Fuß, Sprunggelenk, Hüften und der Brustwirbelsäule ausgehen. Achten Sie auf eine langsame, konstante und fließende Ausführung. 

Schwierigere Gestaltung durch: schweres ViPR, größeren Bewegungsradius.

3) Verlagerung (nach hinten/seitlich an der Schulter), reziproker transversaler Schritt, Schritt nach außen 

Dies ist eine ausgezeichnete Übung, um das Timing zu verbessern und die Körperspannung beziehungsweise die Kraftübertragung auf Hüften und Füße zu schulen – wichtig, um die Richtung schnell wechseln zu können. Richtig ausgeführt, gewährleistet diese Übung die Effizienz der Bewegungen in alle Richtungen. Halten Sie das ViPR in der Ausgangsstellung auf Schulterhöhe. Bei einem schweren ViPR­Modell müssen Sie darauf achten, dass sich der Griff auf der Ihnen zugewandten Seite befindet und dass die Handgelenke gerade sind und mit den Unterarmen eine Linie bilden. Führen Sie auf der Transversalebene einen Sprung zur Seite aus. Stellen Sie das äußere Bein ab und bewegen Sie das ViPR gerade zur Seite hinaus nur bis zu einem Bewegungsradius, der sich auch steuern lässt. Kehren Sie zur Mitte zurück, führen Sie kleine schnelle Schritte auf der Stelle aus und springen Sie dann in die entgegengesetzte Richtung. 

Schwierigere Gestaltung durch: höheres Tempo, größeren Sprung.

4) Umdrehen (sagittal outdoor), laufen, schnelle Füße (180-Drehung) 

Da das ViPR hierbei auf dem Boden aufschlägt, sobald man es loslässt, ist dringend anzuraten, diese Übung im Freien auszuführen. sie ist durch zwei Bewegungen charakterisiert. Zuerst sollte man tief in die Knie gehen, um das auf dem Boden liegende ViPR zu greifen. Sobald Sie sich aufrichten, greifen Sie das vordere Ende, drehen das ViPR nach vorne und lassen los. Anschließend laufen Sie an das obere Ende des ViPR und drehen es ein weitere Mal um. Laufen Sie immer wieder um die selbe Seite des ViPR, da Sie sich auf diese Weise sowohl nach links als auch nach rechts drehen. Diese Übung trainiert im Speziellen die explosiven Eigenschaften des Muskelsehnenkomplexes. Mit diesem Drill erhöhen Sie gleichzeitig die Koordination in Verbindung mit einer Verbesserung des Nervensystems sowie des Reaktionsvermögens. 

Schwierigere Gestaltung durch: schwereres ViPR, höhres Tempo.

Gavin Attore

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