Verband lehnt Fenerbahces Antrag auf Abstieg ab

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Fenerbahce Istanbul darf nicht in die 2. Liga

Istanbul - Der türkische Fußball-Verband hat den Antrag von Fenerbahce Istanbul, wegen der Verwicklung in den Manipulationsskandal in die 2. Liga zurückgestuft zu werden, abgelehnt.

Istanbul (SID) - Der türkische Fußball-Verband TFF hat am Samstag den Antrag von Vizemeister Fenerbahce Istanbul, wegen der Verwicklung in den Manipulationsskandal in die 2. Liga zurückgestuft zu werden, abgelehnt. Der Verband begründete seine Entscheidung damit, dass der Verein keinen schriftlichen Antrag eingereicht habe. Die TFF hatte Fenerbahce zuvor wegen der Verstrickung in die Betrugsaffäre auf Druck der Europäischen Fußball-Union (UEFA) für die Champions-League-Spielzeit 2011/2012 gesperrt.

Fenerbahce steht im Verdacht, zahlreiche Spiele manipuliert zu haben, darunter auch das entscheidende Meisterschaftsspiel am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison, das Fenerbahce bei Sivasspor mit 4:3 gewann. 30 Spieler und Offizielle wurden vorübergehend verhaftet.

Seinen Unmut über die Vorgehensweise der türkischen Fußball-Föderation äußerte der am Donnerstag zurückgetretene Vizepräsident Nihat Özdemir, der in Abwesenheit des in Haft sitzenden Präsidenten Aziz Yildirim den Vorsitz des Klubs übernommen hatte: "Das ist nicht konsequent. Erst wurden wir für die Champions League gemeldet, dann ausgeschlossen. Wenn der Verband nicht in der Lage ist, uns gegen die UEFA zu verteidigen, und annimmt, dass wir manipuliert haben, soll er uns in die 2. Liga schicken. Dann werden wir dort Meister und steigen wieder auf."

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